innerer Krankheiten zu überlassen. So bald manfreilich die Einsicht eines solchen Wundarztes,nach der gewoͤhnlichen Wissenschaft unserer mehre-sten Bartscherer abmisset, kann man freilich ei-nem solchem Manne nicht ohne die gerechtesteFurcht eines großen Schadens, die geringste Er-laubniß zur Behandlung innerer Uebel überlassen.Ganz anders verhält sichs aber, wenn ein fähi-ger Kopf der zugleich mit seiner Fähigkeit einredlich denkendes Herz verbindet, die Chirurgienun ordentlich und nach dem oben ausgeführtenPlane erlernt. Einen solchen Mann unfähig zuerklären, unbestimmt alle innerliche Uebel gut be-handlen zu können, ist ungerecht und dem gemei-nen Wohl schädlich. Ich setze nemlich voraus,daß man bei einem Wundarzt die Kenntniß desganzen Umfanges äusserer Krankheiten, zu der erangewiesen ist, erfodert. Wie sehr läuft nun daalsdann die Beschäftigung des Arztes und Wund-arztes in einander? jeden Augenblick bedarf derArzt irgend einer Handanlegung. Und der Wund-arzt kann keinen äusserlichen Schaden, wie erNamen habe, bei einem voll oder übelsäftigen hei-len, ohne daß er zugleich Arzt sey. Und wer-den nicht bei einem guten Wundarzte in vielenFällen gleichmäßige Seelenkräfte erfodert? Sehrwahr ists was dieserhalb gesagt wird (a) "Der-selbe reine Verstand, dieselbe volle Kenntniß,“ derselbe schnelle alles leicht und auf einmalumfassende Blick, dieselbe Gegenwart des Gei-stes, die dem Genesarzte allerwegen beiwoh-nen muß, muß auch den Heilarzt nicht seltenbe-(*) Deutsches Museum 1778. 2tes Stück S. 173.
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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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17
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