Anfang schon so ungeschickt und wurden aus Man-gel von besseren, angesetzet, weil fast nirgendGelegenheit war, wo man auf eine nur etwasgründliche Weise die Chirurgie, oder Hebammen-kunſt haͤtte erlernen können.Um diesem Unheil nun abzuhelfen, bleibtwohl nichts anders übrig, als alle solche saubereSubjekte, aufs neue zu examiniren, und einemjeden zu der Klasse hinzuverweisen, in welcher erdem Staate nützlich seyn kann: oder selbigen imFall ihre Unwiſſenheit ſo ſehr hoch geſtiegen,gänzlich das Handwerk zu legen.Zweitens. Diejenigen Subjekte aber, wel-che nachher würklich den Collegiis Chirurgicisund Obstetriciis fleißig beigewohnet haben, wer-den selbst öfters in kurzer Zeit unbrauchbar, weilsie nicht lange genug sich auf ihre Kunst legenkonnten: oder wohl gar nach erhaltener Appro-bation, durch eine unverantwortliche Nachläßigkeit, bald nachher das erlernte wieder vergassen.In beiden Umständen ist aber ein Medicinalrathmehrentheils gar nicht im Stand einen oder an-deren von diesen Fällen vorherzusehen, da die zuprüfenden Personen entweder ihr erlerntes Systemblos nur allein auswendig gelernet hatten; wieein Kind seinen Katechismus, welches, so baldes seine Lektion aufgesagt hat, gar nicht mehran das erlernte denkt, oder noch weniger solchesauf die Verbesserung seines Zustandes anwendet.Mehrentheils befinden sich die in der Lehre ge-wesenen Hebammen in diesem Falle. Und würk-lich kann dieses nicht anders seyn; denn, wiewill
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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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