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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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will man erwarten, daß ein ungeschicktes undganz ungeübtes Baurenweib in Zeit von höchstens zwei bis drei Monaten eine Wissenschaftund Kunst mit einiger Gründlichkeit erlerne, aufdie getriebene und ans Denken gewohnte Män-ner ungleich mehr Zeit zur Erlernung anwendenmüssen. Diese alsdenn zugelassene Hebammenhaben ferner faſt niemalen einer wiedernatürli-chen Geburt beigewohnet, noch weniger selbst ei-ne solche verrichtet; wie kann nun eine solcheHebamme in einem beschwerlichen und dunkelnFall vorher überlegen und bestimmen, was zuthun und nachher auszuführen sey? Entwe-der wird sie mit der äussersten Verwegenheit aufein Gerathewohl die Kreissende behandeln, oderdie Mutter mit dem Kinde der Natur und als-dann sehr oft dem Tode überlassen müssen. Oderkömmt eines oder anderes noch eben mit demLeben davon, so haben sie doch solche Mängel be-kommen, daß sie für den Staat nur halb brauch-bare Personen geblieben.Drittens: Es ist bekannt, daß mehrentheilsauch die bestgesinnten Menschen auf die Dauerin ihren Pflichten saumseelig werden, wenn sienicht in derselben pünktlichen Ausübung einenmerklichen Vortheil, oder Beförderung vorhersehenkönnen. Letzteres trift nun gar zu oft bei denWundärzten und Hebammen ein, indem an dereinen Seite auf dem platten Lande und in klei-nen Landstädten ihre Kunst äusserst schlecht bezah-let wird, ja ihnen so gar den nur hinreichendenLebensunterhalt selten allein verschaft. Und ander anderen Seite ists bekannt, wie äusserst sel-tenA 3