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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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Reform zahlreicher Klöster im Bistum Augsburg. 315

die Melker Observanz in St. Ulrich und Afra, als im Jahre 1458unter der Mitwirkung des Bischofs der ehemalige Melker ProfesseMelchior von St ein heim, damals Keller des reformiertenKlosters Wiblingen, zum Abt gewählt wurde. In lßjähriger,preis-

5 würdiger Verwaltung" machte sich dieser ebenso fromme als"eschäftsgewandte und gelehrte Prälat um sein Stift, um die Wissen-schaft und als Reformator von Tierhaupten, Fultenbach undKühbach auch um den ganzen Orden hochverdient; Peter vonSchaumberg schenkte ihm sein volles Vertrauen.') Im Sommer

10 1447 hielt der Bischof in Irrsee persönlich eine Visitation ab underliess hierauf eine Charta reformationis für den Konvent. -) EinigeJahre später widmete er seine Sorge der Reformation der KlösterFüssen und Elchingen; 8 ) im Reichsstift Ottobeuren machte

des Abts Johann für die 3 heimkehrenden Mönche d. 1442 Mai 4 bei R. Pez, Biblioth.ascet. V11I H41644. Die Reform ging also liier imil sonsl, im Bistum Augsburg vonMelk aus* daher ist es ganz unrichtig, wenn Plac. Braun in diesem Zusammenhang(a, a. 0.) von Kardinal Peter behauptet:Besonders unterstützte er die Refor-mation der Benediktiner von der Bursf eldi s che n Kongregation und ihrerKapitel."__ 1442 und 1443 liess Peter die Klosterfrauen zu St. Nikolaus ausser-halb der Stadt Augsburg visitieren und der Benediktinerrege] unterstellen; vgl.Witwer, Catalogus p. 227 ss.; Braun, Bischöfe III, 35.

') (Hier Melchior von Steinheim nicht, [Stammheim, wie fast überall ange-geben wird] Vgl. Witwer, Catalogus p. 212- -275 [Witwers Quelle für seineWahl zum Abt, sind .lob. Frank's O.S.B. Augsburger Annalen in Steichele'sArchiv zur Gesch. des Bist. Augsburg II (1859), 100]; Keiblinger S. 537 ff.;Schrämt) p. 427 und 477; Kropf, Biblioth. Mellic. p. 340351. MelchiorexSwevia nobilibus parentibus natns" (Witwer p. 212) gehörte wahrscheinlich demGeschlecht der Herren von Steinheim bayer. ISA. Neuulm an (v. Alberti, Württ.Adels- und Wappenbuch S. 7ti(i; Saupp in, Diözesan-Archiv von Schwaben XVII[1899] 175) und war Bakkalar der Universität Wien.

") Steichele-Schröder VI, 182 (wo jedoch 1447 statt 1448 zu lesen ist).In der in Cod. II 1 Fol. 3s der f. öf tingen-wallersteinischen Bibliothek in Mai-hingen ]>. 214 a 216 abschriftlich erhaltenen Charta reformationis für Irrsee,il Ottobeuren 1447 Juni 28, trifft, Bischof Beter eine Reihe von Anordnungen,die offenkundig der (übrigens nicht, mit, Namen genannten) Melker Reform ent-sprechen. Besonders werden Klausur und Armut unter Ausschluss jedes Sonder-eigentunis der einzelnen Mönche eingeschärft,. Fleischgenuss im Hefe ktoriumwird gttnzlich untersagt, und gewünscht, dass sielt die Mönche auch ausserhalbdesselben des Fleisches völlig enthalten möchten, ,,quia carnes maxime tribuunt,incentivuni libidini fomenUini pariterque genitalis membra plurimum tili Haut.''Anstatt, des Karten- und Würfolspielens sollen die Mönche dem Studium derIII Schrift obliegen. Zur Einführung der Reform soll der Abt, wenigstens zweiKonventualeu auf mindestens ein öahr in ein reformiertes Kloster schicken.

3 ) Betreffs Küssen vgl. Steichele IV, 394 f. Über das zweimalige Ein-greifen des Kardinals in Elchingen gibt, Felix Fabri's Traclatus de civitate Ulmensi