;}]4 Erster Teil. II. Kap. Reformbewegung im 15. Jahrhundert.
Den Anfang machte die unter seiner Mitwirkung durch Abgesandtedes Basler Konzils vollzogene Visitation und Reformierung desKlosters Heiligkreuz in Donauwört (1435 und 1440); dieVisitatoren und Reform in im (die kamen von Melk. In einer Urkundevom 5. April 1453 konnte der Bischof seiner freudigen Genugtuung 5iiher die Fortdauer der „haiigen reformation" Ausdruck geben, „sodan in dem gemelten closter löblich erhebt ist und mit manigvel-tigem gotzdienste ordenlichen gehalten wirt." ') Sein besonderesInteresse widmete Peter dem Kloster St. Ulrich und Afra inAugsburg. Um der unter dem schwachen Abt Johannes Hoben- 10steiner (seit 14. ! 59) und seinem noch schlimmeren Vorgänger einge-rissenen Unordnung zu steuern, berief der Bischof im Jahre 1441einige Mönche aus Melk; drei derselben kehrten nach der getroffenenAbmachung nach einem Jahre in ihr Kloster zurück, während zweiandere, die „gemini fratres de Carniola" Heinrich und Johann, sich 15in Augsburg dauernd niederlicssen und gleichzeitig das Amt desPriors und Subpriors bekleideten. 2 ) Zum völligen Sieg gelangte
S. 35 1), aber doch von der vollständigen Einführung der Observanz alisah.Jon. Meyer, Bueh der Reformacio Predigerordens, zählt daher das Kloster nichtxii den „ZU der Observanz" reformierten, anerkennt aber, dass ein guter Geistdaselbst herrsche und insbesondere „die Beschliessung gar merklich" gebaltenwerde (Reichert 1, 45 und 49, vom J. 1445). Dieselbe Quelle berichtet die1467 und 1468 auf Verlangen des Schirmvogts, des Herzogs von Bayern, erfolgteReformation der Dominikanerinnenklöster Medingen hei Dillingen und Mediingenhei Gundelfingen (Reichert IT, 147).
') Steichele, Bistum Augsburg III, 856f.; Königsdorfer, Geschichte desKlosters zum Heil. Kreuz in Donauwörth 1(181!)), 176. 180. 196f. 224; Keib-linger, Melk S. 588; Berliere, Melanges I, 41 s. Johann Stolzhirsch, der ausHeiligkreuz ins Kloster Melk übergetreten und der zweite reformierte Prior diesesKlosters geworden war (Keiblinger S. 488»; Schramb p. 888; oben S. 305 '), wurde1135 zum „Vicarius und Statthalter" in Heiligkreuz bestellt. Durch die SchuleMelks ist auch der Abt Konrad Megenwart von Donauwört (1457-66) hindurch-gegangen; derselbe war früher Prior zu den Schotten in Wien gewesen (Keib-linger S. 499 3 ). Xoch unter Bischof Peter wurden Mönche von Donauwört zurReformierung der Klöster Füssen und Plankstetten (Diöz. Eichstätt) berufen(Steichele a. u. 0.). Auffallenderweise erscheint Heiligkreuz 1490 auf Seiten derUnion von Kastl: „ex unione Castellensium," bei Roman IIa. y, Astrum inextinc-I11111 sive ins agendi etc. Köln 1636 p. 232 (über den Verfasser, Benediktiner inOchsenhausen, vgl. H. Günter, Das Restitutionsedikt von 1629 und die katholischeRestauration Altwirteinhergs [1901] S. 180 f. u. ö.).
'') Witwer, CatalogUS ahhatum monast. SS. Ddalriciet Afraep. 196 88.; Keib-linger, Melk S. 529 u. 532 f.; Braun, Bischöfe III, 32 f.; Berliere, Melanges I, 39 s.Das Schreiben des Bischofs an den Abt von Melk vom 7. Januar 1441 und das Zeugnis