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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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312 Erster Teil. EL Kap. Reformbewegung im 15. Jahrhundert.

war, in denen die Visitatoren solch betrübende Erfahrungen machten.Mag nun die Visitation dort stattgefunden haben oder nicht, zueiner Reform der inneren Zustände des Klosters kam es jedenfallsnicht, vielmehr blieb alles beim alten. Am allerwenigsten gingman von dem Grundsätze ab, ausschliesslich adelige Konventualen 5aufzunehmen.

Um den zerrütteten Finanzen etwas aufzuhellen und dieZwei-ung und Spenn," die zwischen Abt Johann und seinem Konvententstanden waren, aus der Welt zu schaffen, bestellte GrafLudwig von Württemberg zugleich im Namen seines Bruders 10Ulrich einige Zeit hernach eine siebenköpfige Kommission, durchderen Bemühungen Abt Johann und zwei Vertreter des Konventsam 25. März 1435 eine Ordnung und Sparung auf 0 Jahrevereinbarten. Zu seinem Eingreifen hatten den Grafen diegrossenGebrechen" veranlasst, in die das Klostervon Schuld und Brunst" 15(Stadtbrand 1433) und anderer .Sachen wegen gekommen war;denn er vernahm und sah nicht gerne - so liess er erklären,dass die unter seinem Schirm stehenden Gotteshäuser,sunder dieso würdig und gross herkommen sind, als Ellwangen herkommenist", in Abgang und Zerfall kommen.') Da das Klosterdurch Brunst 20[Brand des Klosters 1443], Krieg und andere Unfälle" bald von neuem..in Umbau, Schuld und Schaden" kam, so wurde bereits zehn Jahrespäter (21. Oktober 1445) eine neue Ordnung nötig, die diesmalAbt und Konvent ohne Inanspruchnahme des Schirmvogts festsetzten.Ihr zufolge sollten alle Ämter des Konvents: Dechanei, Kellerei, 25Propstei zu Zell, Propstei zu Hohenberg, Kustorei, Spitalamt,Kantorei, Oblei, das Kirchenamt, Präsenzamt, Siechamt, Kammerei-amt, das Kammererinamt auf (I Jahre, nötigenfalls auf längereZeit in die Sparung gegeben und durch einen Pfleger verwaltetwerden; wegen der Propstei zu Wiesenbach, 8 )die uns aus 30der Nähe entlegen und jetzt mit einem Propst besetzt ist," sollweitere Beratung gepflogen werden; der I 'Heger soll den Konvents-

') Abschrift im Diplomatar ..Nr. 4. Ahgeschrifft allerlay brieff" Fol. 3und 7ff.; vgl. OAEllwangeu S. 449.

') Wiesenbach, Dorf BA.Heidelberg; über die dortige ellwangische Propsteibietet Krieger, Topographisches Wörterbuch des Grossherzogtums Baden II,1442 f. nicht mehr als OAEllwangen S. 488'. Die letzten bekanntenPröpste sind Rudolf von Überlangen (wie es scheint, seit 1427; gestorben 1430,Chronic. Elv;ic. zu diesem Jahre) und Georg von Suntheim (1441 und 1447;OAEllwangen a. a. <>.>.