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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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283
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Nachträge zu Nr. X. Anfechtung der Säkularisation. 283

Nachträge zu Nr. X(Anfechtung der Säkularisation von Seiten des Benediktinerordens). 1 )

14671481.

Nachdem der Druck bereits weit fortgeschritten war, entdeckte

5 ich in einem Privathaus in Ellwangen neben andern Aktenstücken

zur Stiftsgeschichte eine zusammenhängende Reihe von Dokumenten,

welche über die Anfechtung der Säkularisation des Klosters neue

Aufschlüsse geben und somit eine wirkliche Lücke ausfüllen. Es sind:

a) fünf Suppliken an Papst Paul IL um Bestätigung, der10 unter seinem Vorgänger erfolgten Umwandlung, sämtliche aus dem

Monat August 1467;

b) ein auf dieselbe Angelegenheit bezügliches, in seiner Arteinzig du stellendes Privatschreiben eines in dem niederösterreichischem-Benediktinerkloster (Klein-) Mariazeil lebenden schwäbischen Mönches

35 an seinen Vetter, den Dekan Georg vom Stein in Ellwangen, vomJahre 1469;

c) ein Sehreiben des Propsts von Ellwangen an den Kaiservom 7. August 1481.

Vier der Suppliken sind genau datiert: drei com Nürn-

20 berger Reichstag, 1467 August 4 bezw. 5 und 9, die des Kaisersaus Wiener-Neustadt 1467 August 13. Die zeitlich nicht datierteSupplik des Herzogs Ludwig von Bayern-Landshut hat die Orts-angabe Nürnberg und stammt zweifellos ebenfalls aus der Zeit desReichstags (August 1467). Ich veröffentliche die Stücke in chrono-

25 logischer Reihenfolge, wobei die eben genannte, nicht datierte Sup-plik ihre Stelle nach den übrigen vom Nürnberger Reichstagdatierten Suppliken und vor der des Kaisers erhält (über die Anor-dnung der IIs. s. unten).

Die neu gefundenen Dokumente machen es sehr wahrscheinlich,

30 dass auch die S. 70f. gedruckte Supplik zu der gleichen Zeitentstanden ist. Man wird in ihr nunmehr nicht eine 1464 oder1465 von Propst und Kapitel des Stifts Ellivangeu abgeschickteBittschrift, sondern eine im August 1467 vom Reichstag inNürnberg an die Kurie abgegangene Supplik sehen müssen; näher-

3- r > hin dürfte sie das Formular gebildet haben, nach dem weitereGesuche von nicht näher an der Angelegenheit interessierten Fürstenabgefasst wurden (vgl. die damit sich enge berührende Fassung vonNr. 4 und 5 der neuen Serie).

') Oben S. 7077.