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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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XXIX. Einzelne Statuten des 18. Jahrhunderts. 249

Monaten nach Dero Belieben und mit solchen subiectis besetzenwerde, welche etwa nur vier Ahnen nachzuweisen vermögen, währendsie selbst in ihrem Turnus keinen ernennen sollen, der nicht seineacht Agnaten vom Vater und cbensoviele von der Mutter probieren5 könne. Deshalb werde es unumgänglich nötig sein, dass sie demBattistini einstweilen die von ihnen konzipierte formulam statutimitteilen und durch ihn vorläufig sondieren lassen, ob zuverlässig zuhoffen sei, dass die darüber auszufertigende päpstliche Bulle der-selben allerdings konform sein werde. Falls dies zutreffe, so werde

10 er ihr Anliegen sowohl zu Rom als auch bei Ihrer Kay. May. nachseinem Vermögen unterstützen.

Über die weiteren Verhandlungen liegt keine Nachricht vor.Aus dem Umstand, dass im Feremptorialkapntcl post Bartholomaei1725 die bisherige Forderung von sechzehn Ahnen auf acht (je vier

15 von väterlicher und. mütterlicher Seite) herabgesetzt wurde, gehtjedoch mit Sicherheit hervor, dass für das Statut vom Jahre 1722die erwartete bedingungslose Bestätigung seitens der Kurie nichterlangt werden konnte. Wegen des Mangels ausdrücklicher Nach-richten lässt sich auch nicht ausmachen, ob das neue Statut vom

20 25. August 1725 1 ) durch päpstliche Konfirmation Rechtskrafterlangte. Es lautet:

Etsi bonuni et decorum sit antecessorum nostrorum Statut isac laudabilibus consuetudinibus inhaerere, nihilominua perpensopenitus moderni temporis statu ad maius ecclesiae decns atque

25 utilitatem non inconveniens videtur ab Ulis non uiliil reeedere velea firmius roborare. Cum eninivero ab immemoriali tempore (nonobstante Statute apostolioo duos Bolummodo gradus nobilitatis exi-gente) *) in hac nostra principali ecclesia Ellvacensi consuetudo vigeat,quod quilibet qui in canonicum huiatis ecclesiae reeipi cuperet

30 quatuor gradus suae equestris nobilitatis, duos videlicet ex patretotidemque ex matre, de genere militari palam faceret et doceret.Compertum autem est, quod omnes totius Germaniae tarn cathedralesquam equestres collegiatae ecclesiae ad sui maiorem splendorem acauthoritatem pluribus nobilitatis gradibus in suseipiendis canonicis

35 provisae et insignitae sint. [deirco ut et nostra principalis haececclesia tali profulgeat decore ac ad maiorem eiusdem utilitatemcaeterisque cathcdralihus ac equestribus ecclesiis nobüioribus com-

') Statutuni de reeeptione oanonioorum et eorum requisitis, unbeglaubigteKopie,

J ) Statuta Peiri cap. 13 und Raimundi cap. 15.