250 XXIX. Einzelne Statuten des 18. Jahrhunderts.
membris sufulta (sie) comparari queat, in capitolo isto peremptorialinostro, s. Bartbolomaei scilicet, uhi pulsata consueta capitularicampana capitulariter suinus congegrati, tiemine contradicente sta-tnimus ac ordinamus, ut futuris postbac ac perpetuis temporibusnullus in canonicum buius ecclesiae principalis admittatur, nisi octo 5gradus snae equestris nobilitatis, quatuor vidolicet ex patre et qua-tuor ex niatre, probare valeat et in aliquo corpore equestri velprovinciali per centum ad minimum annos adscriptus Bit, reeipiatur. *>Ut vero buic statuto nostro niaius robnr ac firmius fundamentumad tollendas quoque omnes lites, ut saepius contingere consuevit, 10addatur, sacram Romanam sedem pro conn'rinatione eiusdem acce-dendam' ,) duxiinus et ita decernimns. Die 25. Augusti anno mille-simo septingentesiino vigesimo quinto.
Noa Franciseus Josepbus L. B. Reichlin de Meldegg et deca-nus totunique capitulum principalis ecclesiae Ellvacensis. 15
3. Einführung der sog. Jubilatio. 1769 [April 10J.Die iubilatio, der (wenigstens) vierzigjährige Dienst der Kirche,gilt mich wohlbegründeter, wenn auch im gemeinen Hecht nicht fest-gelegter Anschauung als ein Grund für die Befreiung von derResidenzpflicht. ] ) Nach dem Vorgang fast aller Dom- und lütter- 20Stifter Deutschlands 2 ) beschloss auch das Stiftskapitel zu Ellwangenim Friihjahrsperemptorium vom 10. April 17(19, seinen im Dienstdes Stifts ergrauten Mitgliedern diesen Vorteil zu gewähren. Näher-hin sollte jeder Chorherr, der das 40. Dienstjahr als prübendierterKanoniker angetreten habe, als Jubilar gelten und, vorausgesetzt 25dass er wenigstens an den Tagen, da das Peremptorialkapitel bei-
a) reeipiatur pleonaetiteh, du oben schon admittatur steht.l>t addecondam Hs.
>) Schneider, Domkapitel S. 313; Sägmüller KR. S. 263.
s ) über die Einrichtung im Bttteratift St. Burkard zu Würzburg gibtWieland im Archiv des histor. Vereins für Unterfranken X V, 2.J3. lieft (1861)S. 68 — 70 nähere Nachrichten. Um Jubilar zu werden, hatte ein Stiftsherrdurch Zeugen, Urkunden oder eidlich zu beweisen, daxs er 45 Jahre prüben-dierter Chorherr des Stifts gewesen, die Statuten beobachtet und Residenzgehallen habe; als 'Ersatz für das Gastmahl hatte der Jubiland 100 Reichs-taler zu bezahlen, nämlich 50 an die Kirchenfabrik, 45 zur Verteilung an dieanwesenden Kapitularen und 5 an den Syndikus. Die Einsetzung in dasUeneßzium war dort mit einer Feier (Jubiläumsfeier) verbunden, die z. B. imJahr 1655 nach einem schon 1476 festgesetzten Programm in der Stiftskircheabgehalten wurde. Beschreibung einer solchen Feier im Metropolitankapitel zuMainz im J. 1525 bei Schmidt, Thesaurus III, 245 s.; auch hier musstc46jähriger Besitz der Präbende nachgewiesen werden.