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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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96 XII. Statuta Petri 14G0.

Kap. 7. «Ego prepositus huius ecclesie iuro quod deinceps iuraprepositure mee ac tocius ecclesie et omnium personarum eius-dem resque et bona earundem pro posse et viribus meis fide-liter protegam et defendam, statuta huiusmodi ecclesie edita etedenda me tanquam prepositum concernencia observabo, in prepo- 5situra mea et circa ipsam ecclesiam personaliter residebo, pronulla causa me in longum absentabo alibi residendo aut nioramtrahendo, nullas alienaciones faciam reruni prepositure et ecclesienisi iuxta statuta ciusdem permissas, bona et res in ereccionehuius ecclesie capitulo auetoritate apostolica assignata non vendica- iobo aut usurpabo quovismodo. Sic nie Deus adiuvet et saneta Deiewangelia.»

Kap. 8. Item ut bona prepositi pro tempore existentis perheredes moderni aut cuiuscumque prepositi de facto post decessionemprepositi non usurpentur, sed circa ecclesiam ipsam remaneant, ne 15ex ereccione huiusmodi collegiate ecclesie ipsa ninnum dispendiumsubeat. Statuimus quod omnes res per prepositum nunc existen-tem aut singulos canonicos ad presens in ecelesia constitutos,cum ipsi iuxta mentem litcrarum apostolicarum a regula saneti Bene-dict recedere ad vitam suam non debeant nisi in duobus casibus, 20

Kap. S. Bestimmungen über die Hinterlassenschaft des Propsts undder Chorherrn. Dem dermaligen Propst und den gegenwärtigen Chorherrnwird als ehemaligen Ordensprofessen, die nur in zwei Punkten (weltgeistliche Klei-dung und Besitz eines Säkularbeneficiums) von der Ordensregel entbundenworden sind, für ihre Person die freie Verfügung über ihre Hinterlassenschaftverwehrt; dieselbe soll ohne weiteres der Propstei bezw. dem Kapitel anheim-fallen. So wurde es in der Tat mit der Hinterlassenschaft des ehemaligenKonventucden Dr. Beringer von Berlichingen gehalten, dessen verlassene Habedas Kapitel am 4. Januar 1485 zu verkaufen und in der Ehr St. Veits undBenedikts zu verbauen besehloss (Bez. I Fol. 58"). Der Dekan Georg vomStein dagegen verfügte am 9. Dezember 1471 frei über sein Vermögen, obwohler feierliche Gelübde abgelegt hatte. Hieher gehört wohl auch ein Streit zwischendem Kapitel und dem genannten Dekan als Spitäler ertlicher habe und guts wegen, SOder von Nunegk (Ulrich von Neuneck) und ander convent und cappittel herrenselig (bekannt ist bloss Ulrich von Westerstetten und etwa der LiebfrauenkaplanHeinrich Feldner, der reo hl früher monachus capellanns ob mit oder ohne Profess ? war; es ist aber nic/it ausgeschlossen, dass das Kloster im Jahr 1460 nochden einen oder andern Mönch zählte, der uns nicht mit Namen bekannt ist)verlassen haben und die Herr Jörg inne hat. Graf Ulrich schlichtete am11. März 1465 den Streit dahin, dass alles, es sei fahrend oder liegend Gut