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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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XII. Statuta Petri 1460. 95

gebe und zu genugtwgunge volkomlich zwinge [auch] a) durch gaist-lichen gewalt darzu bequemlich und füglich. Ist aber sach, daz ett-licher von ayner sunde oder ubertrettung ayn besager oder clagererschynet, der sol und mag volfaren nach gesta.lt desz nächsten5 Statuts obgeinacht.

Kap. 4. Item daz ayn nwer probst und alle seyn erben kay-nerlay verendrung der kirchen unbeweglichen guter grosszer oderclainer umb kayn sach tugen, esz sig mit hinweg lyhen um zinszu langer zytt oder syg mit verphennden, verkouffen oder von

10 nwem in aygenschafft besyttzung und gebruchung hinweglyhen, eszsie dann mit verwilligung seyns capitels der vorgenanten kirchenoder desz grosszern tayls desz selben, und auch nit der beweg-lichen guter ayner mergklichen söm entzyhe, verschengke oderentfromde von dhainerlay sach wegen ön die obgemelten verwilligung.

15 Kap. 5. Item daz ayn wesenlicher oder kunfl'tiger probst für

kavne person wellerlay gestalt sy sigen sich zu aym selb schul-den oder bürgen gebe oder stelle oder schuldbrieff gebe oder mergk-liche schuld die probstey beschwernde mach in dhainerlayweysz esz sig dann von berlicher, nuttzlicher und notturfftiger

20 ursach we^en der selben kirchen und von verwilligung seyns ob-genanten capitels.

Kap. 6. Item ain iegklicher probst alswoll yettz weselich alsin zukunft't zemachen, als bald er vom Romschcn stull bestattung behaltetund cc so er sich von der gebruchung der kirchen guter insettzet,

25 soll er in der statt desz capitels techan und capittel gemainlich gesaniletin gegenwurtikait ayns offnen notariell und gezugeii die nacli-geschribnen swerung oder aytt geben und schuldig sey[n], uff-horende ayner iegklichen widderred, und sunst nit zu der ge-bruchung zugelasszen oder für aynen probst gehalten werde[n],

30 esz sig dann daz ayn sullicher aytt fry und mitt willen geben sey:

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jr ß __j_ Jeder gewählte und bestätigte Propst darf die Regierung

des Stifts erst übernehmen, nachdem er in der Kapitelsstube vor Notarund Zeugen den nachgeschriebenen Eid geleistet hat. Der Eid wurde ad sanetaDei evangelia oder auf das sog. plenarium abgelegt; vgl. Richter, Statuta Eul-dens l 1 und die Beschreibung der Eidesleistung des Prokurators Albrechts I.am 16 Märe 1461 in WVjh. 1908, S. 193f. Als Zeugen erschienen GrafUlrich von Öttingen, 6 lütter und 2 Doktoren. Albrecht von Rechberg wurdein Anbetracht seiner Jugend in der päpstlichen Bulle (Anhang Nr. I) aus-drücklich ermächtigt, den Eid zunächst durch einen geeigneten Stellvertreterleisten, aber verpflichtet, ihn, cum ad ecclesiam ipsam aoeesserit, oorporaliter abeuleg

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