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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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XII. Statuta Petri 1460. 97

Kap. 7. «Tdi probst disser kirchen swer, daz ich hinfur dierecht meiner probstey, der gantzen kirchen und aller personen, auchding und guter derselben nach vermugen und meiner (nie) kräfftewelle trvvlich bedecken und beschirmen, statuta oder gesattzö derselben kirchen gemacht oder zemachen mich als aynen probstantreffende getrwlich halten, in meiner probstey und bei derselbenkirchen personlich sittzen, umb kayn sach ich mich in die lengeentfremden anderswa zewonende oder wesen zuhabende, kayneverendrung der probstey oder der kirchen guter werde

io ich thun, esz sey dan bey den Statuten der selben kirchensullichs verhengende. Dy guter und dinge in uffrichtung derkirchen von babstlicher gewa.lt dem capittel zugefugt oder be-stimpt werde ich nicht aygncn oder nurtzen in dhainerlay weysz.Als mir Got helff und die hailigen ewangelia die Gottes wort.»

15 Kap. 8. Item daz die guter ayns probsts zu zyten weselich

durch ayns nwen oder ayns iegklichen probsts erben nit geayg-nett werden noch hinschaidung ayns probsts, sonder heleybenbey ders selben kirchen, uff daz von uffrichtung ayner sullichennwen probstey oder halben gestiffts die selb kirch int in ze-

2n grossz vergengnusz kom. Wir settzen auch, daz alle dinge oderguter durch ayn ietz wesenlichen probst und gemainliche tumherrnin der kirchen iettz gestelt, sitdem daz sy nach innhalt der

oder anderes, nichts ausgenommen, dem Spital bleiben und die Herren vomKapitel keine Forderung mehr darum haben sollen; dafür aber solle ihnenJörg vom Stein 150 ß- rhein. geben und innerhalb der 4 nächsten Jahre bezahlen(Spruchbrief, Orig.Perg. mit Siegel des Grafen; Fase. 32). Auf tvelchen Bechts-titel sich der Anspruch des Spitalers stützte, ist nicht ersichtlich. Die späte r e nChorherren sollen als WeltgeisÜiche Testierfreiheit nach Ausweis desgemeinen Hechts besitzen; vgl. SiSgmüller KU. S. MS6'.//'. und in KL. XI, 1430 ff.Die Domherren und Vikare der Augsburger Kathedrale besassen seit 1327uneingeschränkte Testierfreiheit, ja sogar auch auf die Hinterlassenschaft derohne Testament verstorbenen hatten die Bischöfe versichtet (Mon.Bo. 33 a, 500;Lenze, Das Augsburger Domkapitel S. 34f.). Bezüglich des Bropsts jedochwird nicht bloss verordnet, dass alle zur Einrichtung des Besidenzschlossesund der andern zwei Burgen gehörigen Molilien sowie die beim Tod einesFürsten noch ausständigen Einkünfte dem Nachfolger auszufolgen seien, sondernauch, dass das gesamte Vermögen eines jeweiligen Fürsten, bei der Bropstcibleiben müsse, wie ehedem bei der Abtei, damit das Stift durch die Umwandlungdes Klosters nicht in Schaden komme. Kardinal Beter machte 1465 Mai 6für sich und seine Nachfolger das Statut, dass alle Mobilien, in was immersie bestehen (z. B. Getreide, bar Geld, Bücher, Kleider. Bferde, Hausrat),beim Hochslift zu bleiben haben (Mon.Bo. 34b, 47ss.).

Württ. OosohiohUquelUn X. 7