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Vierdter Theil (1690) Darinnen nicht nur die Fortsetzung des Kriegs wider die Ottomannische Pforte, sondern auch die Ursachen des neu-angeflammten Kriegs mit Frankreich ... abgeschildert ...
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Trkumph-leuchtender Lriegs-Helm. Diertder Theil. nn

Bonn des Kriegs Ungemach kosten / und wurde ums Jahr 1645.'dis um die Stadt liegende Dörssschafft eingeäschert / in folgendenJahr aber schantzte man starck für Bonn / und ward anderseitsRheins gegenüber/ein grosses Werck/ darein man / auf den NothfaSein gantzes Heer lagern können abgestochen/ welches denen daselbst lie-genden Wein-Gärten grossen Schaden/ und bey denen armen Ein-wohnern grosses Wehklagen verursacht.

In dem letzt Frantzöstschen Krieg ward Bonn auch den Fran-tzssen zu Theil/ welche allda ein Magatzin aufrichteten / und darausden benachbarten grosses Unheil zufügten / weshalben dann die Kay-ftrliche und Holländer dafür rückten / des Willens/solche Stadt wie-der zu erobern und dadurch den Rhein - Post zu bestehen. Als aberdie in Bonn liegende Frantzosen sahen / daßzu diesen Ende die Kay-serliche/Spanische und Holländische Trouppen sich ihnen näherten/befürchteten sie sich einer Belagerung/ steckten derswegen in Eil dasvor selbiger Stadt gelegne Slifft und Kirchen neben andern Höfenin Brand/weil sie die Zeit zu kurtz erachteten selbige abzubrechen.

Zu Coblentz hatten sich in zwischen alle hohe Generals, Perso-mn/so wohl von den Kayserlichen als Spanischen und HolländischenTrouppen versammlet und Kriegs - Rath gehalten / nach dessen Endi-gung/ sogleich einige Trouppen für die Stadt Bonn beschlicht wor-den/ und kam die Kayserliche Infanterie zusammt demGeschütz ober-halb der Vestung Bonn / BlitterSdorff/ RangSdorff und in derGro-rm an / die Spanische aber hatten den Creutzberg (allwo für jetzodas Churfürstliche Brandenbvrgische Hauptquartier) eingenom-men/so daß Bonn schon gantz umgeben war.

Den 4. November 167z. ruckten die Kavserlicht und Holländi-sche vor Bonn / und arbeitete so gleich die erste Nacht der Herr GenretalWerthmüllee mit leinemFußvolck biß in den Graben / und appro-chim der Marschese de Pio ebne Massen :Die Holländer lagen aufder andern Seiteder Stadt / und fiengen gleichfalls an zu approchirn.Als nun die Kayserliche Cavallerie daS Fußvolck an seine Posten be-gleitete/ geschahen mehr als hundert Schüsse aus der Stadt/ welcheaber ohne alle Schaden ablieffen/so daß kein einiger Tod bliebe / ohneeinen Wachtmeister von Loltaringischen Regiment/der an Schenckelgequetscht/und zwey Pferd todgeschossen worden. ^ .

. Hierauf nun ward die Stadt Formaliter belagert/und hatte der

Frldmarschall damaliger Graf nachgehends aber Fürst von Monte-tekucoli sein Hauptquartier in dem Kloster zum Heiligen Ereutz/