Druckschrift 
Vierdter Theil (1690) Darinnen nicht nur die Fortsetzung des Kriegs wider die Ottomannische Pforte, sondern auch die Ursachen des neu-angeflammten Kriegs mit Frankreich ... abgeschildert ...
Entstehung
Seite
512
Einzelbild herunterladen
 

Staat vonMav!'ndsctzt sichgletchsalis» Postur.

Schweitzerwollen sich-noch nick trntlchiicffr.

Franßosenrucken gegkSchorn-dorff.

VermeinendieVestungLnrch Dro-hen zu de«kommen.Coinmcn-dank gibtNichts ausdasFran-M. Drohe-

j-i r Röm . Rais Mas, und der- hohen Alkirreen

eignen S icherheit und Beschützung annshmen. Zu welchem Endeder Obrist--Schatzmeister und die Kriegs-Verordnten nach CivitaVecchia bereits abgefertigt wurden/ um dasiger Orten in einem undandern gute Vorsehung zu thun.

In dem Staat von Mäyland ermangelte es gleichfalls an allerlöblichen Anstalt nicht/ die Befestigungen wurden verbessert / und warman sogar gewillet den Po-Fluß um Milano zu leiten. Der Abgangder Regimenter ward mit gnugsamen Volck ersetzt/und deshalben aucheinige Officiers in Deutschland abgefertigt. Der Gouverneur besich-tigte auch ingleichen selbst alle Vestungen/ und ertheilte Befehl demPo-Fluß best-möglichst zu besetzen/und die Grantzen gegen Casal undMontferrat zu verwahren / so hatten sich auch die benachbarteBündtererbotten/diesen Staat/m Fall er von Franckreich angegriffen werdensollte/ zu bedecken.

Die Eydgenossenschafft hingegen/ wollte sich noch nichts gewissesentschliessen/sondern beharrte aufihrer Neutralität/ mit welcher aberdas Römische Reich gantz nicht zu frieden; jedoch damit sie auch zeigenmöchten/ wie sehr ihnen Vas Französische Verfahren mißfiele/als liessensie an dem König ein Schreiben abgehen / in welchem sie ihn von allenFeindseeligkeiten gegen das Reich abmahnten / und alle Officier undGemeine/fo von ihrer Nation in Französischen Diensten/ermahnten/aufkeinerley Weiß und Weg gegen das Römische Reich sich gebrau-chen zu lassen, wofern sie nicht/ ihres Burger-Rechts verlusiigt/und aufewig aus dem Land verbannt seyn wollten. Im übrigen wollte sich dieEydgenoßschafft nicht weiter erklären/sondern hatte alle übrige Beant-wortung an das Reich/aufoie zu Baaden angesetzte Tag - Satzungaufden 7. Mertz alles verschoben.

Indessen gieng es in der Schweizerischen Nachbarschafft inSchwaben immer arger. Die Franzosen haussetcn nicht als Menschen/sondern alsLeibhaffteTeuffel.Wir haben sie oben bey Tübingen verlas-sen/allwo wir sie wiederaufsuchen. Diese Raub Rotte hakte sich vonhier/gegen Schorendorffgezogen/ und selbige Vestungen auffodemlassen/ unter Bedrohung/im Fall man ihnen selbige nicht also gleicheinraumen wurde/ wollten sie die Fürstliche Residentz-Stadt Stutt-gart)/nach vorhergehender Plünderung/aus demGrund verbrennen/zudem sotten auch vor einen jeden Franzosen/ der vor besagten Schorn-dorff bleiben würde/1000. Unterthanen erwürgt werden.

Allein der Commendant/ welchen die Französische Prahlereyschon bekannt/ließ es zu ememOhr hinein/za dem andern wieder hinaus

gehen;