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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Kuntzen von Kauffung, dem sächsischen Printzen-Räuber, und Aruch Barbarossa, einem weltbekannten Türckischen See-Räuber, und nachmahligen König zu Algier : worinnen nicht nur sonderbare Nachrichten, von dem Raub derer beyden Sächsischen Printzen Ernesti und Alberti, ihrer Befreyung, und Kuntzens erfolgter Hinrichtung durch das Schwerdt enthalten ...
Entstehung
Seite
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wenn sie von ihnen eine geringe Gabe erhielten, sich damit begnügen lies-sen, und also eher Bettler, als Räuber zur See genennet werden mochten.Gleichwie es aber aufdem festen Lande nichts seltsames ist, daß aus denVoltten und Bettlem mit der Zeit Diebe und Spitzbuben werden: alsomengauch dergleichen übele Veränderung bey diesen v-^ncen und Bett-en aufder See für, daß sie hernach wekter um sich griffen, andere mitGewalt anfielm, und dieselben ohne Unterscheid aus plünderten.Darzu reitzte denn manche die Unftuchtbarkeit und Mangel ihres Landeran, daß sie sich darauf nicht erhalten konten, sondern auf andere Mitteltzmcken musten, manche aber auch ein verkehrter Ehr-Geitz, weil mandamals aus diesen Streiffereven zur See was grosses machte. Undentsinne ich mich, daß es kurh für meiner Zeit mit denen ss getrennten Vi.agilen - Brüdern in Nieder-Sachsen also zugegangen. Denn als ^l-b-cms König in Schweden i;8p. von der Königin Margarethain Dännemarck überwunden und gefangen worden, haben die StädteRostock und Wißmar allen. so auf ihre Unkosten wider die Dänen Ca-nereyen zur See anstellen würden, eine sichere Retirade und Aufenthaltin ihren Häfen versprochen. Da sich nun einige darzu verstanden, sindsie nicht lange in ihren Schrancken geblieben, sondern haben nachge-bends die Freunde sowohl als die Feinde angefaSen, und selbsten dieBürger der erwehnten Städte vielfältig befchwchret. Dahero habensie sich auch den Namen der Vitalianer gegeben, gleich als die durchRauben auf der.See ihr Leben fort zubringen trachteten. Wobey .siedenn eine besondere Art gehabt, die Gefangene verwahrlich gufzudehal-ten. sintemal sie die Tonnen, darinne sie ihr Geträncke oder andereMaaren mit sich geführet , an einem Ende in der Weite eines MenschenKooffes ausaehölet, und hernach einen ieden in eine solche Tonne hmeisaeüeckct haben, daß er mit dem Kopff hersür ragen müssen. Als aberjbreBoßheit und Grausamkeit täglich gestiegen,sind endlich die Strahl-funder bewogen worden, Orlog-Schiffe wider diese Räuber auszsrü«sten, und nachdem sie das Glück gehabt, sich derselben zu bemächtigen,babm sie solche in gleicher Verwahrung gehalten, und zuletzt für derStadt Strahlfund öffentlich hingerichtet. Solts man nun wohl so!,cdm unartigen Leuten, die zu dem Ende auf der See kreutzen, daß fitdie darauffahrmden anfallen, ausziehen,mnbrmgm, und m die elende-ste Dienstbarkeit schleppen, nur im geringsten dasWort reden? Solleman dastmige fürlöblich preisen,was zumSchadm,UmechtundTsdtLXX. Lnrr. Cee e o?k