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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Kuntzen von Kauffung, dem sächsischen Printzen-Räuber, und Aruch Barbarossa, einem weltbekannten Türckischen See-Räuber, und nachmahligen König zu Algier : worinnen nicht nur sonderbare Nachrichten, von dem Raub derer beyden Sächsischen Printzen Ernesti und Alberti, ihrer Befreyung, und Kuntzens erfolgter Hinrichtung durch das Schwerdt enthalten ...
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Seite
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Augen und Händen gehen kan, als mit einem Pfeil - schnellen Schisseauf der Sec, da ihr vermuthlich auf derselben eure Capercy angestellethabt? hierauf antwortete der, mit einer ernsthafften Mine den ihmunbe-kannten öarbsrossiim ansehende

Kuntz vonKauffung.

Ihr möget seyn, wer ihr wollet, der ihr mich in meinen rechtmäs-sigen Klagen, über mein ungütiges Schicksaal, das ich in der Zeitlichkeitempfinden müssen, stöhret, so irret ihr euch doch gewaltig, wann ihrmeynet, daß ich unter diejenigen zu zehlen sey , welche in ihrem Lebendie Sicherheit derer, soaufder See fahren, beunruhigen, und als Un-geheuer von Menschen sichvonRauben ernähren,undaufdiese schänd-liche Art aufeinmal reich zu werden trachten. Nein! ich habe diesesHandwerck jederzeit füreinesder gottlosesten aufder Welt gehalten, undbin auch noch der gäntzlkchen Meynung, daßesmit der grossen Ungerech-tigkeit verknüpffet, und als eine schändliche Lebens Art billig zuverfln-chm sey.

Barbarossa.

Ey, was saget ihr! mit was für Gründen wollet ihr dieses behau-pten , da die Natur einem ieden vergönnet, sich dessen zu seinem Nutzen zubemächtigen, worzu man die Kräffke und das Vermögen hat,auchwor-über sich viel Vvlcker von alten Zeiten her, kein Gewissen gemachthaben.

Kuntz vonKauffung.

Daß die See-Rauberey durch das Recht der Natur zu gelassensey, ist grundfalsch, sintemal dasselbe nur solche Dinge billiget, die zurErhaltung der menschlichen Gesellschafft dienet, wider welche aber eindergleichen feindseeliger Zustand, als sich bey Rauben und Plündern fin-det, augenscheinlich streitet. Daß aber unterschiedene Völcker vonlangen Zeiten her, sich auf dieses verbotene Handwerck geleget, ist frey.lich nicht zu leugnen. Jedoch machen die Exempel eine schlimme Sachenicht gut, sondern man muß zu förderst nach den Reguln einer gesundenVernunfft davon urtheilen.Jm Anfangs hatte das Werckganh ein anderAnfthen, indem einige vor Alkers sich auf die See begaben, ihre Nah-rung zu suchen, aber habe- denen andern kein Leid zufügten, sondern

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