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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen dem vortrefflichen römischen Helden Camillo, und Caesarn Borgia, Hertzogen von Valentinois, einem natürlichen Sohn Pabsts Alexandri VI. : worinnen, nebst verschiedenen remarquablen Discursen, die Helden-Thaten und Tugenden des erstern ... enthalten ...
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Oder: Anders nichts als eine rMMrre welche durch ihre

Rlugherc, auch artige Stellungen und Verstellungen, bey jeder-man sich in Hochachtung seyen, und alles ck-niniren kan. Ichfrage demnach , ob das die wahren Wege der Tugend und Gott-seligkeit find, auf die man Rinder führen solle ? beantworte abermeine Frage auch gleich selber und spreche: Reinesweges, sondern esfind gröstentheils Laster-Wege, in denen man Rinder wandelnlastet.

Wie ist mir? Höre ich einen alten Heyden, oder einen von denenje-«gen Christen reden /welche ietzo in der Welt Nenüeu genennet werden ?

Wolle GOtt,daß alle Menschen, absonderlich die Christen, wahrerieMen, und keine Maul-Christen waren! fomudees sehr wohl um dieWelt stehen. Indessen, rnein lieber Herhog! müsset ihr wissen, daß sichunter denen alten Heyden, Griechen und Römern, zu allen Zeiten solcheLeute gefunden, die, in Ansehung ihres löblichen Wandels, den gröstenTheil derer Christen beschämen. Sie liebsten, ehreten und furchten dievermeynten Götter, suchten das beste ihres Vaterlandes mit dem gröstmEyffer zu befördern, und kscriLcirren sich mitvor dasselbe. Einenjedweden von ihren Mit-Bürgern und Landsleuten, ins besondere, kiebetensie ebenfalls, erwiesen ihnen, vornemlich denen Armen und Dürfftigenalles Gute, und verachteten keinen, sondern giengen freundlich mit ihnenum, und fteueten sich, wannsie ihnen dienen kunten. MitdcnenNach-barn und Fremden führeten sie zwar öffters blutige Krieg?, weil sie da-vor hielten, ihre Glückseligkeit bestünde gröstentheils darinnen, wannsieDie Waffen fleißig in der Hand hätten, und sich zu Herren über anderemachten. Waren aber Friedens-Schlüsse und-Manien verbanden, ob-servirten sie solche gemeiniglich heilig, violirten auch nie einige Eydschwüh-re; es sevs dann, baß die vireLo» derer ^Kslren in denen Händen sol-cher Leute gewesen, die kein Gewissen gehabt.

Von eurer Lclucsrlon will l'ch hiernechsi noch dieses sagen, wie manum so viel weniger vermukhen mag, daß sie gut könne gewesen seyn, welleure Mutter zwar eine schlaue und bezaubernde 8yrene zu nennen, die sichwohl zu verstellen gewust, in der Thal aber vor eine unersättliche Narpieanzusehen, die sich kein Bedrucken gemachet, Me ungerechte Mittel mder