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nichts halte», das den Menschen glückselig machen, könne, sondern glau-ben, es seye erlaubt alle Laster-Wege zu wandeln, wann man nur, da-durch , zur vermeynten weltlichen Glückseligkeit und Hoheit geführetwer-de. Man sehe auch nur die Erziehung vieler hoher und vornehmer Kinderan, und erwege sie recht. Ey da wird sich finden, daß man dabey nichtsweniger als die Gottseligkeit, und wahre Tugenden, zum Zweck habe.Die Haupt »Sorgen, wegen solcher Kinder, gehen gemeiniglich dahin,wie man sie zu rechter Zeit zumTantzen, zu Machung geschickter keve-reiE, zu Erlernung einiger Spiele, zum Reichen, zum Fechten, zumVolriZiren, zum Schiessen, zum Jagen, zum Singen, und auf einigenA4u6cg!ischen lnttrumenten zu spielen; ingleichen, wann die Kinder zumweiblichen Geschlechts gehören, zu Erlernung einiger 6algmeri-Arbeitanführen möge. Selten hingegen geschiehst es, daß man sich bemühet,die wahre Gottesfurcht und Liebe zu GOtt, oder, kurtz zu sagen, alles das,was das thatige Christenthum von dem Menschen, gegen GOtt, und denNechsten, erfordert, in das Hertze derer Kinder zu prägen, conrrsri-e,man begnüget sich, wann Kinder einige Gebetlcin auswendig lernen, undsie den Tag etlichemal hersagen, auch aus ihrem Catechismo die Fragenzu beantworten wissen. Dabey bleibet es hernach gemeiniglich, undwann die Kinder das i^te, izteund i6te Jahr erreichet, hören sie so we-nig wehr von der Liebe zu GOtt, und der Furcht vor ihm, wie auch vonallem dem, was zu einem thätigen Christenthum gehöret, reden, daß sieauch das übrige wieder dabey vergessen, folglich aber gar selten an ihreChristen-Pflicht gedencken. Solches bezeuget insonderheit die wenigeLiebe, die sie gegen den armen Nechsten blicken lassen, den sie öffters soansehen, als wann er ganh ein anderes Geschöpffe wäre als wie sie, undgar keineVerwandniß mit ihnen habe. Millerweile machen sich die El-tern kein geringes Vergnügen, wann etwa ihre Kinder, bey einem nochziemlich zarten Alter, eine sonderbare Geschicklichkeit in denen Eitelkeiten,wvrzu sie angesuhret werden, blicken lassen, und man schreyet MraeM,wann die junge Brut bißweilen ein scharffsinniges zur weltlichen Thor-heit gehöriges Wort, eine spitze Frage, oder verschmitzte Antwort hörenlasset, oder sich gegen die, mit denen sie reden, von vorne freundlich, hin-terwärts aber spöttisch und mogEt anzustellen wissen. O da heißet es:was wird aus dem Aindlein werden? Anders nichts als eintzrosier kollricu«, und vortrefflicher Scaars-Mann, der sich wohlm die Welt zu schicken, und sein Glücke recht zu machen weiß.
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