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mit der häßlichen Sünde der Hurerey besudelt hat. Also haben auch an-ders nichts, als KionttrZ, von einem solchen unartigen, undexecrsble^Saamen wachsen und entspringen können.
Euer Urtheil und Schluß ist vielleicht nicht so richtig, wie ihr wohlmeynet, und gedencket, tapfferer Cgmillu;! sondern es kan auch, aus de-nen schändlichsten Vermischungen derer Menschen kn ihrem Geschlechts,welches unstreitig diejenige ist, wann geistliche Personen, die sich derKeuschheit durch einen theuren Eyd verloben, unerlaubter, und unrecht-mäßiger, vertrauter Liebe pflegen, mithin in Hurerey leben, ein Kind ge-bohren werden, das mit einem sehr guten dlscurel und Neigungen zuTugenden begabet; gleichwie öffters die frömmsten, und lugend hasste,sten Eltern, die schändlichsten und leichtfertigsten Kinder erzeugen.
Don frommen und tugendhafften Eltern werden, leider! fteylichmehr als allzuafft, unartige und gottlose Kinder erzeuget. Das aber istetwas sehr rares, wann von gottlosen, lasterhafften, und unartigen El-tern einmal ein wohl-geartetes Kind gebohren wird. DerApffel falletnicht wert vom Stamm, heisset das Sprichwort. Eure Eltern nunseynd alle beyve sehr lasterhafft gewesen, und man hat noch mich versichert,daß euer Vater unter die treulosesten und grausamsten Männer in derWelt zu zehlen, ja gar unter die reissenden Wölffe; ob er sich schon durchseine Geistlichkeit, bey vielen, in Hochachtung und Gewogenheit zu setzen,auch sich, durch seine Arglistigkeit, auf den Päbstlichen Stuhl zu schwin-gen gewust.' ^ ^ ^
Indessen kommet es doch, bey denen Kindern, hauptsächlich auf dieLäucstion an. Denn da kan man ihnen entweder die Liebe zu Tugenden;und den Haß gegen die Laster, oder aber dieLiebe zu diesen, und den Haßgegen jene, mffirlren.
Das ist wahr. Von unartigen Eltern aber ist nicht so leichtlich zuvermuthen,daß sic ihre Kinder eine gute L6ucgrion werden gemessen laAn.Wie könten sie sichdoch wohl befleißigen, ihren Kindern dieLiebe zu Tu-genden zu inffiriren, oder zur Unpässlichkeit, da sie selber solche vor
nichts