Druckschrift 
Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Henrietta Maria, des enthaupteten Königs Caroli I. in Engeland Printzeßin Tochter, welche an den letztverstorbenen Hertzog von Orleans vermählt gewesen, und dem grossen weltberühmten englischen General, Mylord-Duc von Marlborough, welcher in diesem jetztlauffenden Seculo sehr grosse Thaten getan : worinnen die überaus merckwürdige Historie, der Printzeßin sowohl als des Hertzogs, ingleichen viele andere sonderbare Discurse enthalten ...
Entstehung
Seite
1019
Einzelbild herunterladen
 

W ( roi 9 ) M

ich mich aber selbst schwanger, und ganh abgemattet befand: also reri-rirte ich mich in meine Cammer, niemand als die kàràisbey mir ha-bende. Da ergriffe diese Person die Gelegenheit, vor den Grafenvon OuicKss das Wort zu reden, zu welchem Ende sie vormir nieder auf die Knie fiel, und seine kàn,in Ansehung meiner,her-aus striche. Ich, mehr nichtals 17. Jahrealt seyende, ließmichdurchdas Gisst, so die Worte der KlomälZis bey sich sichreren, einnehmen,und hörete ganh gelassen zu, machete ihrauch einige Hoffnung, daß derGraf von Quicker zur Besitzung meiner völligen Gunnst gelangen konn-te. Gleich den andern Morgen überreichte sie mir schon ein Schrei-ben von dem Grafen von Quicker. Ich meines Orts aber hatte es be-reits bereuet, daß ich den vorigen Tag so gelassen zugehöret, und wei-gerte mich folglich den Brief anzunehmen. Allein àmà; öffnetedenselben, und laß mir ihn vor. Einen Tag nachhero befand ich michein wenig unpaß, weshalb ich mich in eine Sänffte setzete, und durchMaulthiere nach Paris bringen ließ. Als ich in die Sänffte stieg, warffklcmiàir einen gantzenksscicul Briefe vom Quickes zu mir hinein. Ichkunnte es nicht über mein Herhe bringen, daß ich sie nicht hätte lesensollen, gestünde es auch nachhero gegen die àmà, daß ich solche ge-lesen, und nach meinem gefunden. In Summa meine grosse Ju-gend, und das angenehme Wesen, welches der Graf von Quickes ansich hatte, vornemlich aber die Sorgfalt der àiràs, die sie sich gab,dem Quickes gute Dienste zu erweisen, machte, daß ich mich in eineQslänrerie emksrquirte, von der ich unendlichen Verdruß gehabt habe.

Nachdem ich und der Graf eine Zeitlang Briefe gewechselt hatten,gestattete ich ihm zu mir zukommen; jedoch so verstellt, und verkleidet,daß ihn niemand erkennen könnte. Solches that er, und ward von derànisià, das erstemal, in Frauenzimmer-Habit incràciret, untermVorwand, es seye eine Frau, welche krolcàn vom Wahrsagen ma-che. Der Graf erschiene sonst noch in mancherley Gestalten, die mirkiMr und zu lachen machten, ohne auf die eonisguenr zu geden-cken- Denn diese vkiren ware»» alle mit grosser Gefahr ver-knüpffet, und gereichten der Ehre meines Gemahls, bey argwöhnischenLeuten, zu keinem geringen kr^jucktz, obgleich in der That nichts päe-te; angesehen ich damals hoch schwanger und alle Tage àà ge-wesen.

XkVl.Lntri

Vyy yyy

klä-