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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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merOel, in das Zwietrachts-Feuer, zwischen mir und meiner Ge-mahlin.

Die Flamme meines Herßens machete, daß meine Lippen öfftersschmachteten, und sucheten sich auf denen Rosen-Lippen der Degenftldin,oder auf ihrer weisen Brust, zu laben und abzukühlen. Allein sie wicheund zuckele immer zurücke, dergestalt, daß ich, in denen ersten Zeiten mei-ner Bekanndtschafft mit ihr, stets schmachtend und trostloß stehen muste.

'raàlu8 ist in der Hölle, der Fabel nach, zu einem immerwähren-den Durst conäemmret, und seine Qvaal um so viel grösser, weil eineschöne frische Quelle unaufhörlich bey seinen Lippen hinfließet, nach wel-cher er immer mit gröster Begierde schnappet, ohne einen Tropften da-von habhafft zu werden. Ich meines Orts vergliche meinen damaligenZustand dieser höllischen Pein; hatte aber doch den Trost, daß sie nichtewig wahrste; angesehen die Degenftldin, nach und nach, anfleng dasharte Hertze gegen mich abzulegen, und coiàmte, daß ich mich mit ihr àrAâàîi, oder zur linckenHand, coxuiiren laßen möchte.

Meine Gemahlin verehrete mir einen Apffelgrauen Neapolitani-schen Hengst, mit allen Zugehörungcn, zum Neuen-Jahr. Die schonin meinem Hertzen überhand genommene Kaltsinnigkeit aber gegen sie,bewog mich zu sagen: Schatz! wir begehren fuhrohm solcheGeschencke nicht mehr, welche Unsere Schay-Lämmer ver-ringern. Gleichwohl, hielt ich dieses kostbare Geschencke dermaßengeringe, daß ich den Hengst , noch selbigen Tag, einem schlechten Edel-mann verehrete. Allermassen nun solches in der That keine geringeBeschimpffung vor meine Gemahlin gewesen: sso schmerhete ihr solchesauch recht in die Seele. Sie wüste noch nichts von dem, was zwischenmir und der Degenftldin p-äete, wannenhero sie der Fräulein ihrenSchmerh mit weinenden Äugen klagete. Darauf begieng die Degen-feldin die Boßheit zu sagen, daß wann ihr solches einmal mit ihrem Ehe-c^onsorten begegnen solle, sie ihm alle eheliche Beywohnung versagenwolle; durch welche listige Worte meine Gemahlin sich dermaßen be-thören ließ, daß sie sich vornahm gegen mir eben so zu verfahren; wie-wohl es ihr sehr übel gelungen ist.

Die Degenftldin entwendete meiner Gemahlin den von mir erhal-tenen Trau-Ring, und gab nstr hernach Anlaß, daß ich darnach sra-gen muste. Als er nun nicht zu finden war, fuhr ich also gegen meineGemahlin heraus: Ihr machet mir wunderliche Gedancken

mir