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Ein jeder Theil suchete demnach seine Rechte und Meinung zu be-haupten. Bayern bekam, wie alles mit grossem Fleiß desfalls angestifftetgewesen, ein paar Tage eher als ich Nachricht von dem Todt des KäyserSkeräinsM III. weswegen es die V icariars - karenle , in denen Landen dererFränckischen Rechte, ungesäumt herum schicken, und öffentlich, alsReichs - Viczrius anschlagen ließ. Ich kam endlich mit denen Meinigenauch zum Vorschein, und die Bayrischen wurden, auf meinem Befehl,an vielen Orten herunter gerissen. Hernach thaten die Bäyern ein glei«ches an meinen Vicaà-pstencen, und machten dargegen die Ihrigenwieder auf, dergestalt, daß niemand eigentlich wüste, wer Koch oder Kel-ler war. Za ich gieng noch weiter, und ließ denen Speyerischen Cam-rner-Bothenund andern, welche allbereit das Wappen von dem Bay-rischen Vicàr fühWten, aufpassen, und es ihnen abnehmen. Mein,Vicàks- LcliÄ lautete im übrigen also :
wir V 0 tt GOttes Gnaden pfaltz-
Graf bey Rhein, des Heilgen Römischen Reichs Ery-Schatzmeister und Churfürst, und in denen Landen desRheins, Schwaben und Fränckischen Rechtens, Vorste-her und Vicsi-ius, HeryOA in Bayern rc. Entbieten allen und je-den, des Heil-Reichs Churfürsten, Fürsten, Geist-und Weltlichen kràten,Grasen, Frey-tzerren, Rittern, Städten, Gemeinden, und sonst allen andern,des Heil. Reichs Verwandten , Unterthanen und Angehörigen, was Würden,Standes und Wesens die seyn, unsere freundliche Dienste, freundlichen, gönsti»gen, gnädigen und gnädigsten Gruß zuvor !
tzochwürdige, Durchlauchtige, Ehrwürdige, Hochgebohrne, Würdige,Wohlgebohrne, Edle, Ehrsame und Weift, besonders liebe Freunde, freund-liche Liebe Vettern, Schwägere, Bruder und Gevattern, Liebe, Getreue undBesondere!
Ew.Liebden undEuch, fügen Wir mit diesem Unserm offenen Brief dienst-freundlich , freundlich, gönnfiig, gnädig und gnädigst zu wissen. NachdemGOtt der Allmächtige, nach seinem unwandelbaren Rathund Willen, weylandLen Allerdurchlauchtigfien und Großmächtigsten Fürsten unb Herrn, Herrn ker.àsàm m. erwehlten Römischen Käyftr/ zu allen Zeiten Mehrern des Reichs,zu tzungarn, Böhmen, Dallmatien,Croatien und Sclavonien König, ErtzHcr-tzogen zu Oesterreich rc. Unsern allergnädigsien Herrn, hochftligster Gedächtniß,Montags den r. ^prills , neuen 8r/ü, aus diesem mühseligen und zergänglichenLeben, durch den zeitlichen Todt abgefordert, und dadurch nunmehro, vermö-ge ausdrücklicher Verordnung der Güldenen Bulle, Käyftrlich-und KöniglicherConksmsnon und krivüe^en, und des klaren unverrückten Herkommens und ob.Lrvsvir, wie auch Münster-uud Oßnabrüsgischen Frikdms-Schlussrsrc. Krasse
dessen