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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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Die Welt wird sich wundern , mein Vater ! daß ihr in eurem Lxiliound Elende , gleichwohl, noch an das Kinder - Zeugen gedacht.

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Gehet ein Unglücks - Stern über einem in der Welt auf, muß ders-halben, der ehelichen Liebe, wann sie sonsten rein und hertzlich ist, keinNachtheil zuwachsen, à comrà , sie muß sodann der Zucker seyn, deralle bittere Stunden wiederum versüßet.

Unter meinen erzeugten Prinheßinnen ist die Netteste, Llssàk. Neb-lißin zu Hervorden in Westphalen gewesen, und kunnte, ihrer Gelehr-samkeit wegen,vor ein Wunderwerck pslttren. Die andere, LässeMoilan-àe,l6r2.gebohren,hatihr Schicksahl nach Franckreichgeführehallwosie, i6sy. Catholisch worden, eine reiche Abchey bekommen, und erst1709. indem 86. Jahr ihres Alters gestorben. Die dritte Prinzeßin,lîenrietta kkriâ, wurde eine Gemahlin Fürstens LiZismuncjj ssgZori in^ Siebenbürgen. Die vierte Printzeßin, Lopdis, 16?o. gebohren, und

^ 1714. gestorben, heyrathete Lrnettum ^uKuttum, erstern Churfürsten zu

^ Hannover. - Diese, als eine fest verharrere kroressamin. ist unter dem

König Wiiikelmo m zur rechtmäßigen Cron-Erbin von Engeland er-kläret , in Krafft welcher Erklährung der jetzige König ihr Sohn, wirck-lich zur Succession gelanget, dem GOtt noch langes Leben, und eine alle-zeit, wie bißhero, glückliche Regierung, verleyhen wolle! Dann in ihmund seiner Nachkommenschaft! lebet mein,mit der Englischen PrintzeßinLliladerk, Königs z-cobi l. Tochter,vermischtes Geblüt, und ich kan folg-lich sagen, daß meine Enckel mit Cronen prangen und grosse Reiche be-herrschen, obgleich die Pfälhischen Lande, samt der Chur-Würde, vonmeinem Geblüts hinweg, und aufeinen Zweig der Verwandtschafft ge-fallen.

Was meine Gemahlin betrifft, ist es wundersam genug, daß sie inihrem Wittwen - Stande noch dreyßig Jahre länger als ich gelebet, undmir erst Lnno I66r. anheroindas Reich derer Todten nachgefolget ist.Man siehet also, daß Kummer, Sorgen und Verdruß, nicht c- alleNaturen zu überwältigen, und in den Sarg zu legen, weil anderergestalt

meme.Gemahlin, entweder noch eher als,ich oder doch bald nach mir hätte

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