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Ihr habt hierknnen nicht allerdings recht / Mein Sohn! Der grösteHaufe derer Stände und Unterthanen eines Königreichs halten die Cro-ne, womit ihre Könige von langen Zeiten her gekröhnet worden, vor ihrkàâium . wovon alles, ihre Glückseligkeit sowohl als ihr Unglücke, äs-xenàe ; hangen auch demjenigen gleichsam viel lieber an, der sie besitzet,als einem andern, in dessen Handen sie sich nicht befindet.
Meine kHüe, als die Gemahlin und Kinder, samt einigen Hofieu-tenund Räthen, giengen nach Schlesien. Ich hingegen nahm meinenWeg erst nach Amberg, in der Ober- Pfaltz, ein und andere Anstaltenallda zu machen. Sobald ich von meiner gantz in Thränen badenden,sehr wehmüthig und ängstigiich thuenden Gemahlin, deren Lippen undWangen ich ebenfalls, gleichwie sie die Meinigen, mit bitteren Thrä-nen benehete, Abschied genommen, und mich von ihr gewand hatte, be-fiel mich eine ungemeine Furcht, die da machete , daß ich mein Pferd heff-lig anspsmere. Ja ich ritte, in einem Futter und ohne abzusteigen, bißnach Amberg, meistens en ZZlop. Als ich daselbst angelanget und vomPferde herunter gestiegen war , fiel dieses arme Thier, vor grosser Mat-tigkeit , um, und gab sein Leben auf. Die Haut davon ist, zum Anden-ken dieses Rittes, ausgestopffet, und als eine karität in das Zeug-Hausru Amberg gesetzer worden,allwo sie «och jeho gezeiget wird.
Es stunde nicht lange an, so merckte ich, daß die Stände und Unter-thanen des Königreichs Böhmen, wie es in solchen Fällen gemeiniglich irrgehen pfleget, des Handels schon müde, und keinesweges gesonnen wa-ren , ihr Leben, Guth und Blut, vor mich aufzuopffem. Ja sie wollengar nichts mehr thun, weder die Waffen ferner führen, noch das gering-ste Geld weiter Herschiessen ; sondern die meisten gedachten nur auf ihre ei-gene Wohlfarth, und wünschten unter keiàznclo !l. in Frieden zu le-ben. Viele von denen unitteri Reichs-Ständen und Städten, hatten,wie gedacht, den Kopffschon längst aus der Schlinge gezogen, indem-siewohl gemercket, daß dieselben mehr vor mich und mein besonderes imcr-ells, als vor das Beste der Religion, würden zuthun bekommen. Was.sich in Böhmen etwa hin und wiederdcm Käyser noch nicht unterwerffenwolle, ward entweder durch die Waffen des Churfürstens von Sachsen,oder durch die KäMichen und lettischen, vollends zum Gehorsam '
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