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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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nenselben alles erinnern hclffen / was zum friedlichen Wohlstand alleo Oerter be-förderlich seyn mag.

Anreichend aber den im Königreich Ungarn betrübten Zustande, ist uns der-selbe etlicher Massen bewust Und ob wir wohl, woher solches rühre, eigentlich kei-ne Nachricht haben, so ist doch aus denen Kino íà st-zi-Zirten SiebenbürgischenSchreiben, und darauf erfolgten Antworten, unfthwehr abzunehmen, was eSdamit vor eine Bewandniß habe-

Es werben solches auch nunmehro des Siebenbürgischen Fürsten an dieMäh-rischen Stände g khane l'àistz eröffnen. Der getreue GOtt wende alles Unglückab, und verhüte gnädiglich, daß durch diese Gelegenheit nicht dem Türcken Thorund Thüre geöffnet werde, dasjenige zu erlangen, was ihme bißhero durch daSSchwerd zu überkommen unmöglich gewesen.

Dieses wàn WaEw. Lièbden in freundlicher Antwort nicht bergen, De-nen Wir angenehme Dienste und Freundschaffk zu erzeigen willig. Oswm Dreß-den rc.

Ich überlas dieses und andere freundliche Vermahnmigs-Schrei-ben, ließ sie beylegen, und mir dargegen nimmermehr träumen, daßmeine Sache einen unglückseligen Ausgang gewinnen könnte, weil ver-schiedene mächtige Potentaten und kepubiiguenffo theils in der ^mon mitbegriffen, theils aber doch mir sonst wohl gewogen und anverwand ge-wesen , und ich folglich auf die Ellen- derer Cronen Engeland undFranckreich, derer kspubliguen Venedig und Holland, des Fürsten inSiebenbürgen, derer Häuser Anhalt, Braunschweig, Baden, Manns-feld, JägerndorffundBrieg, Rechnung machete. kerààs H.schiene demnach einen Mwehren Stand zu bekommen, weil er mit mirundso vielen andern mächtigen Feinden zu thun bekam, Böhmen, Mäh-ren, Schlesien, die Laußnih, Ungarn und Oesterreich aber sich widerihn empöreten, und ihnmcht bor ihren Herrn erkennen wolten.

Ach! glückselig sind die Printzen, denen der Himmel getreue Rä-the giebet, die fein jederzeit nach ihrem Gewissen reden. Mir erman-gelten dergleichen redliche Hertzen, indem alle meine Hofleute und Rä-the, sonder Zweiffel m der Absicht, mit meiner Erhöhung auch desto grös-ser zu werden, mir zur Annehmung der Böhmischen Crone rielhen, undmich mit der Hoffnung eines unfehlbar glücklichen Ausganges meinesUnternehmens schmeichelten, das mich doch in einen Abgrund gestürtzet,und zugleich das ganhe Teutsche Reich zu einem erbärmlichen Schau-Platz einer langen und blutigen ingoeà gemachet hat.

Nur ein einiger war so redlich, daß er mir seine Meinung frey her-aus sagte, und verlohr darüber die Hochachtung, die ich sonst vor ihn ge-

Cccccs heget.