m ( 685 ) M
Allmosen gesetzten Obrigkeitlichen Personen gar wohl wissen, wie einePerson des Mmosenö gar nicht benöthiget, und accoi-ànihr doch sol-ches aus ganh fremden Ursachen, wann sie darum Ansuchung thut.Danncnhero gesihiehet, in denen Städten hin und wieder, daß manFrauen-Volck siehet, welches gcschwäntzet einher gehet, sich fleißigbey Bällen, Schlnauftreyen und Hochzeiten einfindet, auch sonst einsehr üppiges Leben führet, und dennoch das Allmosen, so nur Nothlei-dende und Demüthige bekommen sotten, empfähet. Ja man sehe nurzu,wie es mitbripenclüs und Lsnettcien herzugehen pfleget ? Denn da wer-den insgemein vermögender Leute Kinder, die doch nicht etwaeiner be-sondern Stifftung wegen ein ausdrückliches Recht darzu haben, da esnemlich heißet, nur diese bniien sollen zum Genuß der Stifftung ge-langen , denen wahrhafftig Annen vorgezogen. In Summa, es wirddas Gewißen vielmals garschlecht, auf Geltenderer, welche das All-mvsen verlangen sowohl, als auf Seitenderer, welche davon äisponiren,bedacht; sondern es folget säst ein jeder entweder dem Trieb des Geitzes,odersonst siiner ?ailioa. Jedoch die Welt ist verkehrt, und wir würdendie darinnen Qr-Mäoä- seyenden Mißbrauche nicht relorwiren können,wann wir gleich von dem Todte auferstünden, und ihr der beste Pabstwäret, ich aber der heiligste Bischofs von der Welt seyn wolte. Geha-bet euch hiemit wohl!
Nachdem seitderZeit,da gegenwärtige Gespräche in klor gekom-men, gar vielerlei) Dinge, worinnen man getrachtet solchen zu immren,verfertiget, und auch noch ganß kürtzlich Spitzbuben und Räuber aufge-führet worden, wobey man sich nicht nur des Titels: Gespräche indemRerche derer Todten; sondern auch des Worts enrrevuè' be-dienet: als hat der àror vor gut befunden, hiemit zur Nachricht zu ge-ben, daß er keinen Theil an allen andern Gesprächen habe, die nicht zurOrdnung dieser kâevà , wovon gegenwärtiges Stücke die 41. ist, oderzu der Ankunfft des Königs von Schweden in dem Reiche derer Todten,welche ausserhalb Landes gedrücket worden, gehöret. Solche Erklä-rung aber geschiehet darum,weil er erstlich einem jeden dieEhregerne gön-net, die er mit seiner Arbeit verdienet, undnichtwill, daß mansie ihmebeylegen solle; und dann, weitaus allen Umständen erhellet, daßbey denen meisten solcher Neben-Gespräche die Leà-Ge-dnhren erfpahret werden,
,<OZ (0) ZA»