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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen zweyen Königen von Polen, nemlich Sigismundo III. und seinem Sohn Joh. Casimiro II. : worinnen beyder grosser Printzen merckwürdiges Leben und Thaten, sonderbare Staats-Streiche und Staats-Fehler, auch sonst notable Sachen und Discurse enthalten ...
Entstehung
Seite
529
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KZ ( s29 ) M

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Frairckfurth am Mayn. Nachdem E. Hoehedl. Rath allhiedie am Römer Berge gelegene Lutherische Kirche zu Sr.KicoiZi, ->clu!u;ücror , sehr propre reporixen lassen; als ist derselben Einweyhung aufden IO. Oecembr. dieses 1721. Jahres feste gestehet / an welchem Tagvon des MkMsrii Leaiors^ Ooä. krrcio , über die Worte aus dem !.BuchKso7Ü5,Cap.r8.v. 16.17. ;8. s^.die Eimveyhungs-Predigt ge-halten/ nach derselben Endigung aber, auf Evangelische Art, die 8uci-'-mr»c.r -lämittiiiciret, NLMlich getauffet und ci-mmunic-ret werden solle;wie man dann auch saget, ob würden zu gleicher Zeit, zwey verlobte Per-sonen getrauet werden.

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Dergleichen Zeitung mächte ich, als ein Glied von der Römisch-Catholischm Kirche hären oder nicht, so würde es mir gleich viel gelten.Zhrabermcrn Sohn! werdet mir, als eine auf der Welt, einige Jah-re gewesene geistliche Person, sonder Zweiffel die rUmrnien erzehlen kön-nen, die bey Einweihungen Römischer Cachvlischcr Kirchen ärv-retwerden.

solenn c:^8lielilL.

Dergleichen Einweihungen geschehen nicht alle auf einerley Wei-se. Zuweilen abergehet es also damit her:

Anfänglich kommt der Bifchoff in seinem Schmuck, samt derClerisey und demVolcke, vor die Kirch -Thüre, welche aber verschlos-sengehalten, und noch nicht aufgethan wird, sondern mit brennendenWax-Kertzen auswendig besehet ist. Dann spricht der Bifchoff etlicheGebete. Hernach gehet er, nebst der Clerisey und dem Volcke, dreymalum die Kirche herum, singet dabey, und brauchet die Worte aus dem bl.Ps. v. 9. Enrsündige mich mit Rsop, daß ich rein werde rc.Darauf nimmet er einen Büschel Psopen, und besprenget die aus-wendigen Mauren oder Wände der Kirche mit geweyheten Saltz-Wasser. Wann die l>roceàn sodann wieder zur Kirch - Thüre kom-met, spricht der Bifchoff nochmals etliche Gebers, und klopffet, mitseinem Bischoffs-oder geistlichen Hirlhen - Stab, dreymal an die Thü-re , wobey er sich derer Worte, aus dem xxlv. Ps v. 9. bedienet : IhrThüren thut euch auf, und ihr obigen Pforten erhebet euch,so wird der Aönig der Ehren eingehen. Der Olacoaus aber,welcher sich in der Kirche verschlossen hat, fraget: Wer ist derselbige^önig der Ehren? Der Bifchoff hingegen antwortet; Es ist der

Bb b 2 starcke