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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen zweyen Königen von Polen, nemlich Sigismundo III. und seinem Sohn Joh. Casimiro II. : worinnen beyder grosser Printzen merckwürdiges Leben und Thaten, sonderbare Staats-Streiche und Staats-Fehler, auch sonst notable Sachen und Discurse enthalten ...
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528
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Lobe gereiche, wie soll ich dieses machen, meine Herren!erwiederte der l'arcr, indem ich gar keine gnre Opinion von euch he-ge,am allerwenigsten aber euch vor gute Christen halte,welchefhrem Herrn, den: HErrn LHristo, in Demuth, Liebe, Sanfft-muth, Heiligkeit und Gerechtigkeit gleich zu werden sich be-streben. Die Räuber setzettn ferner in ihn, und verlangten nochmalssdl'oluMenc, daß er ihnen à Lob-Rede halten, und darinnen beken-nen solle, daß sie demHErm CHrifts eben sowohl als andere,Christengleich wandelten, oder sie wolten ihm, wichtigen Falls, Hände undFüsse binden. Als der prsnciscäi-diese Bedrohung HÄere, sprach er:

Doucement, meine fervent Ich habe bereits etwas gefunden, worinncn ihrSem-HErrn LHristo, nach feinem wandet auf Erden, gewisser-Massen,Verglichen werden könnet. Denn er litte viel in der Welt, und ihr leidernicht wenig. Er flöhe bald da bald dorthin ; und ihr seyd allezeit flüchtig.Seine Länger begleiteten ihn immer; und ihr mawlüret gerne 1>oupe»»wei-weise. Er gieng mir Zöllnern und Sündern um; ihr aber treguemlretLeu-te die nichts bester seynd. Böses Wetter und der wind incommoöüte denDryland vielmals; und euch gehet es eben so. Er trug weder Gold nochSilber bey sich; und ihr werdet dessen ebenfalls wenig haben; weil ihr,an-öerergcstalt, keine Räuber abgeben würdet. Der Teufel versuchte ihu ; undihr werdet unaufhörlich von eben diesem Gesellen, in Versuchung gcfühsret. Der Hcrland wurde auf einen hohen Berg geführct; ihr aber wer-det von dem Teufel auf-Hügel und erhabene Grtc gestehet, Sasclbss die An-kommenden und Reisenden auszuspähen. Er fastete starck ; und euch wirdes sonder Zweiffel eben so gehen. Er litte-Hunger und Durst; ein jeder un-ter euch frage sich selbst, ob es ihm bester gehet. Der land war ein rech-tes Qbjeàuin der Verachtung und des -Hastes der Welt; euch aber ist keinMensch gut. Die Juden sucheten ihn gefangen zu nehmen; der Präs unddie -Häscher stellen euch ebenfalls sehr nach. Judas verrieth ihn; und ei-ner unter euch, wird euch endlich auch verrathen. Er wurde gefangen,gebunden und geradelt; euch wird es eben so gehen. Er muste vor demHoheit-Priester, kleroöe und pilaro erscheinen; nndeuch wird man gleich-falls vorden Richter führen. Er wurdemitRurhen gepeitschct; und euchwird es nicht bester gehen. Ja, wer weiß wie offtc schon einer oder der an-dere unter euch den.Staup-Besen bekommen har. Er wurde endlich an dasTreuy gehangen ; ihr aber werdet den Galgen nicht entgehen. Er fuhr hin-unter in die ^öllc; und ihr werdet ebenfalls hinein fahren; wiewohl mitdiesem Unterschied, daß ihr nicht wieder von Sannen, wie der Heyland,her-auf kommen, sondern als Verdammte, Gottlose und Verfluchte, mit demTeufel ewiglich darinnen bleiben werdert. Mit dieser Predigt waren dîê

Räuber ganh wohl zu frieden, bedancktm sich davor gegen den krâiic»-und liessen ihn feinen Weg ungehindert ziehen,

§LclîL'-