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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen zweyen Königen von Polen, nemlich Sigismundo III. und seinem Sohn Joh. Casimiro II. : worinnen beyder grosser Printzen merckwürdiges Leben und Thaten, sonderbare Staats-Streiche und Staats-Fehler, auch sonst notable Sachen und Discurse enthalten ...
Entstehung
Seite
517
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Kiâ einen Reichs-Tag ausschriebe, welcher den i?-Tag beftgtenMo-nats seiner. Anfang nahm.

Als uun, Loniu6on und Verwirrung in dem Königreich zu verbu-chen , vielerley ^ellurerwaren genommen worden, brach der 6.8eprembi-.an, an welchem zTag ich mir vorgenommen, von dem Thron herunterzu steigenund in ein privsr -Leben zutreten. Zum dem Ende begab ichmich, des Vormittags, nebst allen Qrânâus in die Kirche Sc.zànnis,allwo über eben diese àrekie eine sthr beweglichePredigtvon einem mei-ner Hof-Prediger gehalten worden. Nachmittags fanden sich die Reichs-Stände in dem8enat häuffig ein, da ich dann erstlich silbst eine Vàc-Rede hielt. Jedoch ich hakte kaum den Ansang damit gemacher, so flosssen mir die Thränen starck aus denen Augen, und die Zunge wurde,durcheine in dem Hertzen sehr plötzlich entstandene Wehmuth, gantz fchwehrgemacher. Derohalbmgab ich endlich zu erkennen, was Massen ich vorWehmuth nicht weiter reden könnte, und stellte die âàârions - ^âedemReichs- Vice - Cantzler zum Verlesen zu, der sie zwar herlase, aber dochan seinen Augen genug zu wischen hatte, biß er es prären kunnte. Jafast alle Anwesende, durch die Banck, weineten, und die meisten der-maßen sehr, daß ein Zähren den andern schlug.

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Wer demnach mît gantz m àià-emen Augen zugesehen haben sötte,dem dörffte es ein gar artiges 8gäcui gewesen seyn, so viel groß-gebär-thete Männer auf einmal weinen zu sehen. Ein Mahler aber, der cs-xà eine solche weinende assemble, recht nach dem Leben, mit seinemPinsel vorzustellen, wäre würdig, daß er ein Ritter-Guth geschenckt be-käme, und zugleich,m den Adel-Stand erhoben würde.

Ich möchte selbst ein Bildniß davon sehen, weil ich nunmehro imStande bin, weit gleichgültigere ttàîones darüber zu machen, als da-mals , da ich selbst so hertzlich mit gcweinet habe. Der Inhalt meinerVsier - Rede aber lautete ungefähr also :

Es erfordert nunmehro der letzte Augenblick dieser vorbey lausten-,,den Stunde, daß Wir diesem gemeinen Wesen, welches schon viele,,hundert Jahre , von Unserm gantzen Hause, gleich einem Aug - Apffcl,,gehalten worden, die väterliche Liebe, gebührender Schuldigkettgemäß,^,

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