Druckschrift 
Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen zweyen Königen von Polen, nemlich Sigismundo III. und seinem Sohn Joh. Casimiro II. : worinnen beyder grosser Printzen merckwürdiges Leben und Thaten, sonderbare Staats-Streiche und Staats-Fehler, auch sonst notable Sachen und Discurse enthalten ...
Entstehung
Seite
511
Einzelbild herunterladen
 

m ( su ) M

noch etwas von Schweden zu erschnappen , zum allerwenigsten aberNcfland wieder eingeräumt zu bekommen verhoffte,weil ich mir nimmer-mehr einbilden kunnte,daß cZrl LuK^v. und die Reichs-Räche inSchMden, samt denen Ständen des Königreichs, mir in Ernst zumu-then könnten oder würden, gar nichts vor die grosse Unbilligkeit, die mei-nem Geburts-Recht zugefüget worden, zu verlangen. Gleichwohltenckrten sie solches in purem Ernst, undwàn, ich solle sagen, daß ichZar kein Recht auf Schweden hätte. Weil ich nun solches weder thunkunre noch wolle, râvitte Lsrî 6uàv mich in Polen zu bekriegen,und schiene als ob esihm recht lieb wäre, daß ich mich weigerte meinemGeburchs-Recht auf Schweden abzusagen, weil er ohne Liß gesonnenwar, diebißhero des Kriegens und Sregens ganh gewohnte Schwedi-sche dlanon ferner in tzenen Waffcn zu erhalten, und also einen guten kr^-rext hatte , sich wider Polen zu wenden. Hierzu nun erwartete er nichtetwa das Ende des getroffenen Stillstandeschcr biß in das Jahr r66r.dauren solte, sondern griffe mich mit einer geübten àmêe schon ànc»i6ss. an, machte auch, weil die Polen Hauffewweise von mir abfie-len, die wenigen getreuen aber allenthalben Schlage bekamen, dermas-sen grosse krogreà , daß mir die Haare darüber gen Berge stunden»Ja ich fand keine Sicherheit mehr in dem grossen wektläufftigen Kö-nigreich vor mich, sondern sahe mich gezwungen aus demselben zu fliehen,und meine Sicherheit eine Zeitlang in Schlesien zu suchen.

Bey so-bewanden Sachen vermeinete Lari 6uàv gar, er könnteeme conquérs aus dem grossen Königreich Polen vor sich , undmithin sich zum Ldloluken Herrn darüber machen» Viele von dieser,sonst die Freyheit und Religion so sehr liebenden àwn, schienen auchzu inclinireN/LnrlnLullaven vor ihren Herrn anzunehmen; da doch bey-des, die Religion sowohl als die Freyheit, darüber nothwendig in diegröste Gefahr gerathen muste. Endlich aber erwachten sie wiedervon ihrer Schlaffsucht, darein sie verfallen gewesen waren, und besonnensich,welchermaffen die Polnische Freyheit und Religion,mit einer Schwe-dischen Herrschafft gar nicht bestehen könnte. Sie entzogen sich dem-nach dem Gehorsam, welchen sie dem König von Schweden bereits an-gelobet hatten, fielen mir aufs neue zu, und machten dadurch, daß ichmich in Standte setzen kunnte, meinem Feind besser zu begegnen, als imAnfang geschehen war.

Ich haue die Tartam, durch ein Bündniß mit ihnen, auf meinexxxlxàr. Zz Seite