m ( 482 ) W
chens nichts hindern, wann gleich mein Vater in Schweden verstürbe,und ich zur Besitzung des Schwedischen Throns gelangete; worauf sichder 2-imrài wieder mit mir versöhnete.
Der Fall meines Vaters erfolgte à,o r592. Ob mir nun gleichdas Recht meiner Geburth auf Schweden kein Mensch streitig machenkunnte; so thaten mir doch die Schweden, gleich Anfangs, einen gewal-tigen Eingriff in meine Königl. àiontât. Denn ich kunnte nicht ausPolen reisen, bevor ich den consens der kepubllc darzu erlanget, auchsonst mancherley Verordnungen und Anstalten vorgekehret hatte, wo-mit sich bey nahe ein ganhes Jahr verzog. Indessen mästeten sich dieSchweden an, zu Upsal ein concilium zu halten, machten den Evange-lischen keäorem zu Stockholm zum Ertz'Bischoffzu Upsal , und fasteten ei-nen Schluß, vermöge dessen die Römisch-Catholische Religion gäntzlichaus Schweden verbannet seynsolte.
Mitlerweile giengen in meinem Gemüth wunderliche Dinge vor,und zwar, weil ich erwog, was Massen ich, Krafft eines lummenrs, alsKönig von Polen, vdliZiret wäre, das inrereL der Nömisch-CacholischenKirche zu befördern, als König von Schweden aber, ebenfalls vermögeEydes das Beste der Lutherischen Kirche zu beobachten, wannenhero ichmich in einem schlimmen Zustand zu seyn erachtete. Jedoch die HerrenJesuiten wüsten sehr guten Rath wider diesen GewissenS-Scrupehundsprachen, ich müste das Hcrtze der Römisch-Catholischen Kirche, denMund aber denen Lutheranern widmen, folglich diesen letztem viel Ver-brechen und wenig halten, ihren Untergang auch in der That auf alleWeise befördern.
Dieses Consilium nahm ich an, und es ward damit der entstandeneScrupel gehoben. Die Polen gaben ihren Consens zu meiner Reisenach Schweden, nachdem ich versprochen, binnen Jahr und Tag wie-der bey ihnen in dem Königreich zu seyn. Ich brach demnach,ào is9z. auf, und reifste nach Schweden zu, nahm auch wircklichkossels von diesem Königreich, das mir meine Geburth zugewand. Al-lein ich mochte bey nahe hin sehen, wo ich nur wolle, so erblickte ich nichtsals finstere und mißvergnügte Gesichter, nur wenig ausgenommen, wel-che eine wahre Freude ihres Hertzens, über meine Ankunfft, aus denenAugen leuchten lasten. Wiewohl, wann ich die Wahrheit bekennensoll, so muß ich gestehen, daß auch die Schwedische w-àu Ursache ge-nug gehabt mich sauer anzusehen, weil ich erstlich den Schluß des Concil»