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Mein Gemahl erfuhr alles , was p-àete. Gleichwie er aber insolchen Dingen nicht allzuleichtgläubig gewesen : so mo-suirte er sich überdas Vorgeben meines Vaters, als ob dieser angestifftet hätte, was dertrîsr<;uisln wiederfahren,wohl urtheilende, daß alles von mir herrühme.Er gab mir deswegen viele verdrießliche Worte, auch manche bedenck-liche ^vüne, und ließ meinen Bedienten, der einen Kercker-Meister beyseiner kr-àsse sgixet hatte, selbst in das abscheuliche Gefängniß legen,worinnen die kàguiiìn gelegen. Sein Verhafft dauerte so lange, alsder ihrige gedaurer, binnen welcher Zeit der gute Tropss mehr als ein-mal verschwohren, daß er, wann er diesesmal heraus, sobald keinen Ge-fangenen - Wärter wieder abgeben wölke; ob ihm gleich diese càrZsziemlich erträglich gewesen. Er dörffie auch in der That einen nochweit fchwehrern Standt bekommen, und sein armes Leben gar eingebüs-set haben, woferne nicht endlich mein Gemahl, an mich und meinenVater, zurücke dencken müssen. Kurtz hernach vergaß die à^mlìnalles, fieng aufs neue ein liederliches Leben an, und legte sich .frische Oa-lans zu. Ihr Gemahl versöhnete sich mit ihr; sie kam aber schwangerzu ihm in das Bette, und mehr als zwey Monate zu frühe in die Wochen.Darauf begab sie sich abermals von ihm,kebete noch eine Zeitlang aufdem vorigen Land-Guth, fiel daselbst meine Raserey, sprang zum Fen-ster hinaus, und stürtzete den Kopfs entzwey. Ein dergleichen unglück-seliges Ende gab vielen Anlaß, lcricule Ketlexiovss, über ihren geführtenLebens-Wandel anzustellen; wie sich dann auch mein Gemahl ziemlichfchwermükhig deshalb finden ließ.
Währenden solchen Begebenheiten, verliebte sich der Herhog vonLsrry» zudkespolis, indie Prinheßin àxLnà von ^scoU, die ein rech-ter Ausbund der Schönheit gewesen. Sie ist auch endlich seine Gemah-lin worden, nachdem er ihrentwegen seltsame Händel gehabt, und siemit Königlichen Soldaten aus einem Kloster reissen müssen, wohin sieihr Bruder, Printz sä, wider ihren Willen bringen lassen. Daraufmuste, besagter ihr Bruder, selbst ein Carthäiser werden, wiewohl nichtnur um dieses Frevels willen, sondern auch, weil er sich durch allerhandErmordungen verdächtig gemachet.
Wieder auf mich zu kommen, so gieng ich einstmals des Abendsmit meinem Gemahl zu Bette, und er war so gesund als ich. Da ich ihnaber des Morgens, in der Meinung daß er schlieff, mit einem Kuß auf-wecken wolle, befand ich feine Lippen eißkalt. Ich geriet!- vor Schre-cken