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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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8 § ( 4rr ) M

ein nahe bey Paris gelegenes Guth ihres Vaters , aüwo sie von diesembesuchet wurde. Mein Gemahl, derlmmer argwohnete, ich mäste deràguilin einen Possen gespielet haben, ließ ihre Cammer-Jungfer,dieum seine mit ihrer Frauen gepflogene Vertraulichkeit Wissenschafft ge-tragen, zu sich ruffen, erkundigte sich nach der à-Mlm Zustand, undsprach, er seye ihrentwegen bißhero in Sorgen und Unruhe gestanden.Da ihrdieCammer-Jungfer die Reden meines Gemahls hinterbrachte,fiel sie auf dieGedancken, der ganhe Handel mäste von mir seyn ange-stellet worden. Solches aber besser zu erfahren, karthete sie es derge-stalt, daß mein Bedienter, dersie indem Gefängniß gewartet, durch denTrunck, in einem Wirths-Haus, also zugedecket wurde, daß er nicht vonseinen Sinnen wüste. Alsdann huben ihn die darzu bestellte in ein Tigersoder Lehn-Kutsche, die ihn auf das Land-Guch brachte, wo die àquàwar. Er machete , nach ausgeschlaffenen Rausch, schrecklich grosse Au-gen, da ervordèe kàrquîtm geführet wurde, und muste ein scharffes Le-rnen ausgehen. Ja, man schwatzete ihm von der Folter, wo er nicht be-kennen würde, wer sie so übel n-sSiren lassen? Nichtsdestoweniger blieber beständig dabey, daß es auf Befehl meines Gemahls geschehen ; wor-auf sie ihn wieder lausten ließ.

Wcil ich nun hohe Ursache hatte zu besorgen, es würde sich endlichdie Wahrheit dennoch völlig offenbahren, und die làyuilm auf eineschwehre Rache bedacht seyn: so hinterbrachte ich die ganhe Sache mei-nem Vater. Dieser nahm ihre Einkcrckerung auf sich , indem er einMann, wie schon gedacht, von vergrößert àorimtund Ansehen gewe-sen , den ein jedes gefürchtet und ress-äiret. Er ließ ihren Vater, denGrafen von àicreval. zu sich ruffen, dem er die Aufführung seiner Toch-ter , und was ihr begegnet, erzehlete. Der Grafnennete sich einen un-glückseligen Vater, und seuffzete darüber, bat auch meinen Vater, mitihm hinaus zu seiner Tochter zu fahren. Solches that mein Vater, undnahm die Briefe zu sich, worunter sich der befand, den sie mit ihrem Blu-te geschrieben hatte. Die beyden Väter nahmen die Kl-rquilm, gantzMeine, meinem Zimmer vor sich, und verlangten eineLxplicàn ihrerBriefe; jedoch die àguilìn erstummete, und kunnte kein Wort her-vor bringen. Alsdann wuschen sie ihr den Kopff mit einer solchen Lau-ge, die durch das Hertz und aSe Glieder drang, auch machete, daß ihrder Lpperir zur Rache vergieng , insonderheit da sie hörete, daß meinVam vor den Riß trat, und den gantzen Handel auf sich nahm.

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