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blehen meiner schneeweisen Brüste an , worüber derselbe in die grosseBrunst geriethe. Endlich war dieser ?ä§e seiner nicht mehr mächtig/esbey dem blossen Anschauen bewenden zulassen; sondern er kniece vordem Ruhe-Bettlein nieder, und nahete sich, mit etlichen gantz sanfftenKüssen, meinen Lippen. Ich fühlete es nicht, wannenhero ihn die, durchsolchen Genuß noch mehr angefeuerte Brunst, zu noch grösser» Freyheitenanreitzete. Als er nun seine geilen Küsse auch auf meine Brust zu dru-cken anhub, erwachete ich halb und halb. Jedoch, da ich mich nur einwenig regete, stunde er jähling auf, weshalb ich, nach eröffneten Augen,nicht recht wüste, ob mich jemand berühret hatte oder nicht ? Die Gegen-wart des war mir gleichwohl sehr verdächtig, und ich fragte, waser wolte? Seine Antwort bestünde darinnen, welchergeftalt er einenBrief von dem Herhog vonLsiryzu übergeben, weshalb er sich in meinQàec verfüget, indem er nicht,vermeinet, daß ich schlieffe. Da er michaber eingeschlaffen gefunden, hätte er sich nicht erkühnen mögen mich zuerwecken, sondern warten wollen, biß ich von mir selbst aufgewachetseyn würde. Ich meines Orts befirnne mich nunmehro,nachdem ich allenSchlaff vollends aus denen Augen gewischet, gar wohl, daß mir jemandziemlich nahe gekommen. Dem ungeachtet befand ich nicht vor rath-sam den paZen darüber zu befragen, sondern läse den Brief des Herhogs,worinnen lauter bittere Klagen enthalten gewesen, weil er nunmehroauch erfahren, daß sich die von 8àro ebenfalls verheyrathet hatte.
Ist eine vame einmal vermählet, solle sie hernach, von Rechts we-gen , allen Umgang und Brief-Wechsel mit denenjenigen vermeiden, mitdenen sie vorhero in einem Liebes-Verständniß gestanden. Gleichwohlwar es mir nicht möglich, diese kluge Regel zu obs-rviren, und also kann-te es auch nicht anders seyn, als daß ich mir, durch mein Beginnen, vieleUngelegenheit verursachte. Denn der Brief des Hertzogs von Lerr^zog mir häuffige Thränen aus meinen Augen, und da ich weinete,kratmein Gemahl in das Zimmer, ganh bestächt aussehende, daß er mich ineinem solchem Zustand antrafst Er fragte nach der Ursache meinesWeinens, und ich sprach, es geschähe darum, weil ich seit etlichen Tageneine grosse Kalrsinnigkeit an ihm, gegen mich, verspühret hätte. Überdiesen nichtigen Vorwand ärgerte er sich, gieng zornig aus dem Zimmerund sirgte, er wolle mich nicht verhindern meine Thränen demjenigenaufzuopffern, der mein Hertze besässe; worüber ich hefftig erschrack. Her-nach fieng derselbe an, meine Bedienten zu exàviren, und that grosse
Ver-