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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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385
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Hertzens, von dem durchdringenden Blitz ihrer Augen berühret und an-gezündet wird? Begehet er darum eine Missethat/wann er nicht vermö-gend gegen die Macht der Liebe sich zu äcsenäiren, sondern von ihr in Fes-sel geschlagen wird ? Ha ! das sey ferne. Lieben kan eine geringe Manns«Person gar wohl, auch die höchste vZmc. und er machet sich dadurch kek-nesweges stväfflich. Aber das ist eine Missethat, wann man von einer. die einen am Stande allzusehr überwieget, Gegen-Liebe verlan-get ; wiewohl auch hierinnen das Glücke schon manchmal denen Kühnenhold gewesen.

Wohl dem! der nie gäbet! Denn es ist nichts schädlicher^ alssich in Liebe verwickeln,und sich von diesem bezaubernden älkcä verblendenlassen. Man schätzet sich, wann man auf dem Meer der Liebe schiffet,zwar ebenso glückselig, als wie diejenigen Schiffe Lslomoniz, die nachOphyr giengen Gold zu holen. Allein man ist auch allen Zufäöen un-terworffen, die ein in der See schwimmendes Schiffe auszustehen hat.Solange zwar, als sich kein Sturm erhebet, sind zwey Verliebte ger-ne ganh allein in Gesellschafft, indem sie sich auf diele Weise die Tage zuStunden, und die Stunden zu kàmen machen. Fänget es aber an zustürmen, und die wilden Wellen toben, wünschet man tausendmal sichnimmermehr aufdem Meer der Liebe enàquiret zu haben.

Ll.LlîklONI'.

6upiäo wachet freylich Tag und Nacht, die Menschen in Schadenund Verwirrung zu setzen. Er verwundet ihre Hertzen mit seinen giff-tigen Pfeilen, bey welchen Wunden sich hernach allerhand wunderlicheZufalle ereignen. Auch in Bluts-Freundschafften richtet die Liebe kei-ne geringe Verwirrung an, indem sie machet, daß man entweder ausIrrung,oder mit Vorsatz, aneinander geräth ; woraus hernach mancher-ley Unheil erfolget.

Ich bin selbst ein Zeuge mit davon. Sind euch aber, werthesterGraf! desfalls sonst etliche Exempel bekannt, bitte ich euch mir solche zuerzehlen.

Zwey vornehme von Adel, ein paar Brüder, halten sich an zweySchwestern verheyrathet. Diese zusammen traten einstmals eine Nei-

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