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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... bestehende, in einer Fortsetzung und Vollendung der vorhergehenden 36ten zwischen Carolo Gustavo, König von Schweden, und Friderico Willhelmo, dem Grossen, Churfürsten zu Brandenburg : worinnen insonderheit das Leben und die Helden-Thaten dieses grossen Churfürstens ... enthalten ...
Entstehung
Seite
381
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Der Churfürst.

Ihr urtheilet gantz recht, tapferer König ! und der König von Franckreich,oderseine Kinder, würden sich alsdann,wann sich der von euch gesetzte Fall ereignete, we-,nig an die kmuncianones ihrer Vorfahren kehren- Wiewohl es Hat der Regent,bey dieser àmAe, sein eigenes imerelLgar nicht vergessen. Denn derKönig vonFranckreich ist bald 12.Jahr alt, und daferne dem Regenten viel daran gelegen»re, daßder junge ànsrck einenErben erzielen soltc,der ihm lucceckrte, würde manschon eine Printzcßin vor ihn gefunden haben, mit welcher er binnen vier oder fünffJahren Beylager halten können. Allein ds eben dem Regenten und seinem Haufenicht sonderlich vorkheilhafft,wann der König Erben erzielet, weil in deren Erman-gelung er und sein Haus, männlichen Geschlechts, selbst zur Crone gelangete: alshat man eine solche Braut ausgesuchet,mit derdrr König unter zwölffJahrcn nichtwohl zu Bette gehen kan; da er, und die Erziclung einiger Erben, mitlerweile nochmancherley Zufällen unterworffen bleibet. Dergleichen kisn-geu kommen mirauch sonst sehr gefährlich und bedenckkich vor. Denn dir inlsmin solle nach Franck-reich gebracht/ und,gleichsam vor denen Augen des Königs, erzogen werden. Wie,wann der ànai-cb, durch daseilffoder zwölssjährige Anschauen eines Kindes, daser dereinstens als feine Gemahlin umarmen solle, der Sache überdrüßig würde,feine Gedancken nach erlangter tvlsjoremlllät und absoluten Gewalt, ansein andervbjcÄum wendete,und die jetzige ài-isZe, als eine Sache, die sich in feiner Minder-jährigkeit,auch wider ftinsn Brwust ereignet, vor null und nichtig erkläret ? Diesessind nun so meine Gedancken ; und die Zeit hat schon viel wunderliche Begebenhei-ten hervor gebracht.

§ x c L L r ^ k i u s.

Stockholm. Allhie ist ein Doullcr, mit der erfreulichen Zeitung von Nystadtin Finnland angelanget, daß der Friede allda, den gi.àgviì, in der Nacht um r.Uhr,wircklich,zwischen uns «nd demCzaar^eschlossenworden.Den zo.üepremb, Alk.Csl. werden die k-mllcarior,«gegen einander ausgewechselt werden. Die völlige»ksriicàia dieses Friedens sind zwar noch nicht public. Mein so viel wird versi-

chert, daß wir das Groß-Hertzogthum Finnland gantz wieder bekommen, und derS trohm lymen die Gräntze zwischen Finnland und Carclien seyn solle- Carclien,Jngermanland, Esten und Lnfland behält der Czaar ; zahlet aber dargegen, an dieCron Schweden, binnen Jahr und Tag, 2 vsro lìâàslionis, undjzwar in vierTerminen, zwey Millionen Thaler «mn-. Von dem übrigen solle nechstens ein meh-rers gemeldet werden.

Der Zottig.

Das mag eine gute Zeitung sowohl, als eine schlimme heißen. Denn'gntIstHe/daß der Friede geschlossen, welchen das Königreich Schweden sir gar sehr benö-chiget, und schlimm / baß die Fnedcns-Nrticke! nicht besser vor Schweden lauten.Saget mir doch, tapferer Churfürst.' was vor Dill iKe eurem Enckel, dem Königvon Preußen, nebst Stettin abgetreten worden? und unter was Lou-âià er zn»em Besitz alles dessen gekommen?

Der Churfürst.

. Es ist bekannt, daß Stettin in dem letztem'Krieg, den! euer Enckel mit denerrwider ihn à'íllren geführet, von diesen belagert worden ; und'es würde tzerttntrr-«a«g der Stadt unj.chlSar erfoWseyn, wsfmwsich mein Enckel, der jetzige König