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Der Kurfürst.
Er hielt solchen Eyd vor etwas erzwungenes / und würde sich nichtdaran gekehret haben / woferne er nur sonst seine krserenüon hätte aus-führen können.
Ollslinsici wiederholete seine Worte? zweymal, mit grossen Be-theurungen. Dieses machte meine Preußischen Räthe so bestürht, daßsie mich aufdas demüthigste baten, die Schwedische àîsZe aus demSinn zu schlagen, als welche vor Preussen schädlich wäre, weil die Polendasselbe alsobald, ganh gewiß, vor ein verlohrnesLehn erklähren würden ;weshalb ich vor gut befand ihnen weiß zu machen, ob seye das ganhe Ge-rüchte falsch, welches desfalls entstanden. Mit Schweden ward indes-sen der Stillstand, unter der conäirion. daß meine Lande monatlichzehntausend Untzen Silber, und eine V?mität Getreyde entrichten sot-ten , auf zwey Monate erlängert; wiewohl er hernach, durch stille Ein-willigung beyder Partheyen, noch immer weiter f>r<à§iret worden.Mittlerweile aber -ominuirren die Schweden in meinen Landen zu m-r-ekiren, und sich tausenderley Freyheiten zu bedienen, wobey ich conmvirte,weil es doch nicht zu ändern gewesen. Auch die Käyserlichen fordertenConràlìone8 in meinen Landen, und machten es nicht besser als dieSchweden. Ja, der Käyserliche Lencral O-illar sendete SiegmundHäußnern zu mir nach Berlin, der mir mancherley zu muthen muste;,undich gieng ein, was möglich war. Hingegen sandte ich Loben zum Käysernach Wien, meine conâà zu juüiüciren, wider das Verfahren des6cnL7Li Oàr zureden, und unter andern vorzustellen, wie ich nicht ver-tragen könnte, daß Kalks von mir ausdrücklich wissen wollen, wessen ersich zu mir zu versehen? da ich mich doch allemal so aufgeführet, wie esmeine hohe Reichs-würde haben wollen, und mir auch der Käyser, seinerGewogenheit wegen, öffters Versicherung gethan hätte; und könntemir nichts beschwerlicher seyn, als wann man meine Treue immer inZweiflet zöge. Dannenhero möchte doch der Käyser seinen Leoeral. dervielleicht durch böser LeuleReden auf widrige Gedancken gefallen, einesbessern bedeuten,und ihn erinnern lassen,daß er künfftig mit mir, als einemChurfürsten des Reichs, umgehen, und sich derer bißher verübten Feind-seligkeiten enthalten solle, weil es ihm zukäme, eines getreuen Reichs-Fürstens conservation, nicht aber seinen KU'N, zu befördern. Daraufversicherte der Käyser meinen Gesandten nochmals wegen der Gewogen-