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werk, woselbst ich biß in das folgende i6z6. Jahr verblieb. Hernachhielt ich mich eine Zeitlang im Haag auf, allwo ich alle Tage von denenauswärtigen Gesandten und vornehmsten Holländern, wie auch öfftersvom Printzen von Oram'en, besuchet ward, und viel gutes bey ihm we-gen derer Clevischen Lande ausrichtete. Weiter im fremde Länder zureisen, ließ die damalige Beschaffenheit derer Zeiten nicht zu, weil fast allePotentaten damais im Krieg gegen einander verwickelt waren. Manhieltes auch nicht vor rathsam, einen einhigen Printzen und Erben sovieler Länder, der Gefahr, welche Reisende zu begleiten pfleget, zu un-terwerffen.
Nachdem ich nun auf diese Weise drey Jahre in Holland zuge-bracht hatte, beruffete mich mein Vater nach Hause. Weil ich abermeines Orts kerne sonderliche Lust empfand nach Hause zu gehen, alsentschuldigte ich mich, daß es zu Lande, wegen der hier und dar ZrM-renden Seuche und Streifereyen derer Soldaten, nicht sicher zu reisen,auf der See aber auch nicht gut zu fahren wäre, als welche die Caperaus Dünkirchen unsick-er macheten. Auch die 6enersl - Staaten, samtdenen Clevischen Ständen, baten bey meinem Vater vor mich, Daß erihnen meine Gegenwart noch länger gönnen möchte. Solchergestaltblieb ich biß 1657. in Holland; da ich dann bey der Belagerung derFestung Breda zugegen gewesen, allwo mir der PrinhvonOranien dieArbeit und Wercke derer Belagerer fleißig wiese und erklährete, welcheich auch mit scharffen Nachsinnen betrachtete. Allein in Dem folgen-den 16z8. Jahre verlangte mein Vater schlechterdings, daß ich nachHause kommen solte, zu welchem Ende er Otto Marwihcn an michabsendete. Denn man hatte meinen Vater beredet, ob würde ich mireine Gemahlin aus dem Hause Pfaltz erwehlen, und die Regierung de-rer Clevischen Lande wider seinen Willen antreten ; worzu ich doch garnicht geneigt gewesen, obgleich die Clevischen Stände sehnlichst wünsche-ten, daß es geschehen möchte. Der Graf von Schwartzenberg, meinesVaters vornehmster tviîrâe, versicherte und andern, daß dergleichenAnschlage auf dem i>er wären, und daß ich gesonnen sey, gleichsamunter dem Schutz derer Holländer, unter des Printzen von Oranien, indem Clevischen zu regieren und zu relaxen, welches der Käyser sehr übelnehmen würde. Ja er trachtete so gar meinen Vater zu <liffomren,daßer mich nach Wien senden, und an dem Käyserlichen Hofe aufhalten las-st» solte, indem dieses eine vortreffliche Gelegenheit sey des Käysers
KXXVil.Lntr. Ex Freund-