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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... bestehende, in einer Fortsetzung und Vollendung der vorhergehenden 36ten zwischen Carolo Gustavo, König von Schweden, und Friderico Willhelmo, dem Grossen, Churfürsten zu Brandenburg : worinnen insonderheit das Leben und die Helden-Thaten dieses grossen Churfürstens ... enthalten ...
Entstehung
Seite
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W ( zro ) M

Freundschafft zu gewinnen/ welche Teutsche Fürsten vor die allerbestehalten selten.

Bey so-bewanden Sachen nun wände ich mich, aus Holland, zu-rücke in die Marck Brandenburg, und ward von meinem Vater zuSpandau aufdas liebreichste empfangen. Kurtz nach meiner Ankunfftaber fiel ich in eine schwehre Kranckheit, so, daß man gar an meinerWiedergenesimg zweiffelte, indem hin und wieder an dem Leibe rotheFlecken hervor kamen. Die Sääi gaben vor, es wären die Masern,ich aber habe jederzeit gantz andere Gedancken davon geheget. Jedochdem stye wie ihm wolle; so hat dennoch mein gutes temperament , dieKräffre der Jugend, und die guten Artzney-Mittel, welche mirMartin Weise zubereitet, durchgedrungen, und gemacher, daß ich wie-der aufgekommen..

Im 8eplembr. gleng ich mit meinem Vater nach Preussen, allwowir alle beyde von einem hitzigen Fieber befallen wurden. Ich überstandauch diese Kranckheit, wiewohl ich in dem folgenden l6z§. Jahre weittrauriger gewesen, als ich sonstenwar. DerVater hingegen kunnte sichniemals völlig von dieser Kranckheit wieder erholen, sondern kränckelte solange, biß endlich seine Kräfften gar abnahmen, dergestalt, daß er am2O. ttovembr. 164c). starb, und das Zeitliche mit dem Ewigen verwech-selte. Ich gelangen demnach, in dem 22.Jahre meines Alters,zuderChurfürst!. Würde, und dem Besitz aller Lande, die mein Vater beses-sen. Jedoch meiner jungen Jahre ungeachtet, unterfieng ich mich derRegierung mit gutem Muthe, und griffe alles wacker an, woran ich mei-ne Hand legen muste..

Ich sähe klar vor Augen, daß, unter meinen Enillns,Kriegs-undHofleuten, eine.«.eLrmonöthig war, wannenhero ich darzu schritte. Ab-sonderlich hatte ich Ursache mit dem Grafen Adam von Schwartzenbergnicht zu frieden zu seyn, ungeachtet er bey meinem Vater in grösten An-sehen gestanden, und von ihm zum Lenersi Stadthalter, ObristenCämmerer und Geheimten Raths - Oirär verordnet, auch endlich zumHerren-Meister des Johanniter-Ordens in der Marck, Sachsenund Wenden, befördert gewesen. Denn dieser Mann war mir, inmeinen Chur-Printzlichen Jahren, vielfältig zuwider, hieng auchweit mehr auf des Käysers Seite, als es mein imerclle vertragenkunnte, beförderte das wrerä derer Römisch-Catholischen, undLruckete dargegen die Lutheraner,, welche ich doch liebele. Dem un-

geach-