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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... bestehende, in einer Fortsetzung und Vollendung der vorhergehenden 36ten zwischen Carolo Gustavo, König von Schweden, und Friderico Willhelmo, dem Grossen, Churfürsten zu Brandenburg : worinnen insonderheit das Leben und die Helden-Thaten dieses grossen Churfürstens ... enthalten ...
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chen Sünden enthalten , könne wieder gut gewachst werden. Ein undander Exempel desfalls zu geben, so weisen die Italiänischen couâ-àen, welche profession von der Unkeuschheit machen, wie eine Näde-rin von ihrem Nähe-Merck, niemals einen ab, von dem sie den gering-sten krä haben können; und dennoch finden sich bey diesem liederlichenLeben einige, die nicht tausend Thaler nähmen, und dar-egen eine Mes-st versäumeten; die ihnen doch, samtdem Eintritt in die Kirche, verbo-ten , so lange sie in ihren Sünden beharren. Viele tragen so gar denBüß-Gürtel des Heil- krâsscî, fasten auch noch über die orà?.írenFast-Tage, alle Mitwochs, machen aber nicht den geringsten Scru-pel, sobald sich ein geiler Bock einfindet, und verlanget sie zu umar-men. Andere weigern sich mit Manns - Personen an einem Sonna-bend umzugehen, weil sie diesen Tag der Heil. Jungfrau àà ge-widmet. Gewisse Mörder und Straffenräuber würden lieber Hunger ster-ben, als an einem Freytag einen Raub begeben, in Betrachtung, daßes der Tag, an welchem unser Heyland, unserer Sünden wegen, voruns gelitten. Wiederum andere bilden sich ein, daß, nachdem sie ge-stohlen, ihre Sünden ausgesönet sind, wann sie nur einen Theil desDiebstahls an Arme geben, und so machen es insonderheit die Amts»Diebe. Ja in Italien, allwo in Ansehung der Religion, fast alles ver-finstert, finden sich Leute, welche von ihrem Diebstahl eine brennendeLampe, entweder vor einem Crucifix, oder vor einem Marien-Bilde,unterhalten, vermeinende, daß ihnen GOtt deshalben,und vor die Smr-Len, so sie unterlassen, noch einen Danck schuldig sey. In Summaein grosser, ja vielleicht der gröste, Hausse derer Menschen, stehet in demWahn, daß ein einiges gutes Merck, einmal Kirchen-Gehen, einmalSingen, einmal Beten, und sofort, Vermögend eine grosse MengeSünden zu tilgen, welches doch falsch, weil GOtt ein gereinigtes Her-He, von dem die Sünde verbannet, verlanget.

Der König.

Weil ihr auf diese Gedancken fallet, wie gewissen hasst sich bißwei-x ten em Mensch in einem Stücke erweiset, der doch c-rxà alle anderegrobe Sünden zu begehen, so fället mir eine Historie von einem gewissenRMber bey. Dieser war, seinem Wahn nach, so ftomm und gewissen-yafft, daß er ein Gelübde that, denen Reisenden niemals mehr als dieHelffte desjenigen abrunehmen, was er bey ihnen finden würde. In-