Druckschrift 
Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Carolo Gustavo, König von Schweden, der ein gebohrner Pfalz-Graf am Rhein, Simerische Linie, gewesen, von der Königin Christina aber das Königreich cediret bekommen, und Friderico Willhelmo, dem Grossen, Churfürsten zu Brandenburg : worinnen beyder hoher Printzen Leben und Helden-Thaten, auch sonst überaus merckürdige Dinge enthalten ...
Entstehung
Seite
303
Einzelbild herunterladen
 

W ( ?c>z ) M

und dann hernach die Schützen zu diesem noblen nxeienic, desto besser aufzumuntern alswelches feinen Ursprung daher genommen, daß man gefuchet dadurch geschickte Leute zuzeugen, die, im Fall der Ngth, vermittelst ihrer Fertigkeit im Schüssen, das Vaterlandgegen den Feind vor andern clekenäiren können.

8LcUL1H!.IU5.

Stockholm. Es hat bißhero immer geheißen, als ob der Friede zwischen unsund Moßcau geschlossen sey, und heißet auch noch so. Inzwischen ist noch nicht bekanntunter was vor Loosirionen mir den Frieden haben werden ; wiewohl aus allen Umstän-den zu schliessen, daß dem Czaar das meiste, wo nicht alles verbleiben wird, was er de-romain besitzet. Wegen desjHertzogs von Hellstem, sollen Czaarjscher Seits solche?un-à auf das ispee gekommen seyn, die, woferneder Czaar darinnen nichts nachgegeben,oder wir desfalls nicht ein und anderes eingewilliget hätten, nach einiger Meinung,capable gewesen wären, das gantze Friedens- Merck zu zernichten. Allein nunmehro vcr-lautet, daß an dem wirckiichen Schluß des Friedens um so viel weniger zu zwciffeln.weil'man allhie schon viele, und zwar sehr mszn,6gu- Auffalten machet, den Czaarischen Mi-rée und Oenersl, Grasen von Bruse, aufs beste zu empfangen, und zu trsÄi-ren; zu welchem Ende dann, unter andern, auch ein schönes, an der grossen SchiffsBrücke gelegenes Haus, ausgesehen und spüret worden, denselben darein zu lo^ren.Gleichwie man nun diesen biimà nechstens allhie erwartet : also will man auch bereitszum ,Voraus wissen, daß selbiger die, von beyderseits lücwpokemisrien zu Nystadt,ge-fchlossne, und socoràke ?, zu Ihrer Majestät, unsers Königs hohen k^tàsrion»selbst mit überbringen «erd«; welches alles baun auch mit ziemlichen Grunde, sich darausschliessen lasset, weil nun, schon innerhalb acht Tagen, kein expresse, von erwehnren Ny-stadr hieselbst angelanget. Unterdessen lieget die Englische Flotte gegenwärtig an der-dcr S ite von dieser Stadt, bey Elfsnabbcnf annoch vor Ancker, und ist noch ungewiß/wie bald dieselbe nach Engeland absegeln wird. Big dahin aber muß unsere Flotte dieSee ebenfalls halten/ und mit jener comdiniret bleiben; zumal da Nachricht eingekom-men , daß der 6<me-gl- tàuermnk, Wilster, welcher von uns zu denen RussenÜbergängen, mit einem Theil der Rußischen Flotte in die See gelauffen, weshalb manallhie sich einige Sorge zu machen scheinet.

DerAom'g.

Wer alle Zeitungen und eingelauffene Nachrichten von einem halben Jahre her rechtgenau lärmte, würde finden, daß mehr als ein Drittheilmit Worten/ soden Friedenzwischen Schweden undMoßcau angehen/ angefüllet ; die doch alle auf einen einigenThon hinaus lausten, daß man nemlich meinet, es stye Friede zwischen diesen beydenkwâ cen ; daß aber die Friedens-Attickel noch nich recht bekannt; und dann, daß man,wegen einer neuen ilivstmn derer Russen, noch immer in Sorgen lebe. Nun aber will ichgerne sehen, wann einmal dicZeikkiärere undgcwissere Nachrichten desfalls larmlrcn wird.Daß man den RußischlNOene,!-! und ersten ri-m, c-kemlsrium zu Nystadt, Grafen von Dru-se , zu Stockholm erwartet, solches ist allerdings ein Anzeichen eines nahe - bevorstehendenFriedens. Nichtsdestoweniger könnten sich annoch Dinge ereignen / die vermög t dasgantze Werck zu hintertreiben Wiewohl ich meines Orts wünsche von Herften baß esmchtgeschehenmöge; ob mir gleich schon ein Grausten ankommet, wann ich daran geben-