_ UZ ( Z--4 ) M _—
Sr, wie ungefähr die Friedrns-Artickek vor Schweden lauten werden. Allein das Kö-nigreich hat vor dieftsmal denFriedrn nöthig, und man muß sich in die Zeit schicken I dmsie ist böse.
Der Churfürst.
Vor ungefähr drey viertel Jahren hieß es, in einigen Zeitungen, der 6en»,l MGraf von Brust, den man nunmehr» zu Stockholm erwartet, fe.,e gestorben. Jedochdieses muß man sich nicht wundern lassen / weil dergleichen falsches Gerüchte schon von garvielen Personen in der Welt ausgesprenget worden, die hernach noch lange Jahre gelebckDaß der Czaar die Angelegenheiten des Hertzogs von Hollstem, wegen des KönigreichsSchweden, sogarsehrzu f-àlìren suchen ftlte, kanich kaum glauben, weil eö scheinet,als ob er wider sein eigen hu-retle handelte, daferne er solches thäte; wiewohl man nichtwissen kan / was etwa vor heimliche Absichten dahinter stecken.
Landen. Als vor à'gen Tagen zu kenlmxwn. woselbst sich Ihro Majestät unserKönig aufhält, denen Granadierern von der Wache, diejenigen Speisen, welche indexKücheder Hertzogin von icsnài übrig geblieben, als wir sonst schon össters geschehen, gege-ben worden, haben sich sechs Mann von ihnen sehr übel daraufbefunden, und durch ein hcffti-tiges Geschwellm alle Zeichen von sich gegeben, daß sie Gisst bekommen, dahero man ver-schiedene Lleàos holen lassen, welche selbigen so starcke Brech-Mittel verordnet, daß vierbey nahe relwuiret, die übrigen zwey aber befinden sich amroch sehr schwach.
Der Rörrig.
Das ist etwas entsetzliches, und daferne wircklicher Gisst in denen Speist» getvcsi«,wird er derer Gcanadierer wegen yantz gewiß nicht hinein gethan seyn worden; sondern««'derer Leute halben, die einem bißweilen ein Stachel undDorn in denen Augen sind.
Der Churfürst.
Freylich, freylich , ist dieses zu vermuthen : und es ist die Frage, ob es nicht aufdie He; tzogin von rr-n-lal selbst gemüntzet qew scn ? Denn dieselbe ist eine gcbohrne Frau-lein von Schulcnburg, und der König von Groß Drr'tanien hat sie erstlich zur Hertzoävon Münster/Hernach aber zur Hrrtzogin ic-n6a! gemacher, wodurch ihr sonder ZweOk vieleNeider zugezogen worden, a. l)ieu ! vor dl'esesmm, tapferer König! Wir müssen doch wohj
ehester Tagen wieder zusammen kommen uns noch einmal mir einem Gesprächezu ergötzen, wobey ich nicht ermangeln werde, euch mit mei-ner Historie zu dienen.