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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Carolo Gustavo, König von Schweden, der ein gebohrner Pfalz-Graf am Rhein, Simerische Linie, gewesen, von der Königin Christina aber das Königreich cediret bekommen, und Friderico Willhelmo, dem Grossen, Churfürsten zu Brandenburg : worinnen beyder hoher Printzen Leben und Helden-Thaten, auch sonst überaus merckürdige Dinge enthalten ...
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302
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Der^-ömg.

Nicht avzusonderlich lieblich; und wann es auf meinen Ausspruch ankäme, wüsteSchweden diese Haupt-Stadt an der Oder / diesen wohl-stehenden, schönen und feinen Ott,wo alle vàân, insonderheit aber Fische und Krebse, um einen sehr wohlfeilen Preistzu haben seynd , samt denen andern Orten und llitttiâen, welche nebst Stettin eurem Eri-che!, demjetzt-regierendrn Königin Preussen in die Hände gefallen/ und ihm nunmehr»durch den Frieden wircklich ccàt worden/wieder haben.

Der Churfürst.

Der Himmel erhalte das Königl. Preußisch-Brandenburgische Haus bey dem be-ständigen Besitz der Stadt Stettin, und was bey der Abtretung noch hinzugekommen, las-se es auch ferner blühen und wachsen! Stettin fan im übrigen in keinen bessern Händensryn; angesehen die, welche etwas bey Hofe klagbar anzubringen, oder zu lolilc'Mren ha-ben, leichter nach Berlin als nach Stockholm kommen können , die Stadt auch nunmehrro viel bequemer, als da sie in Schwedischer Gewalt gewesen, gegen die Anfälle dererFeinde beschützet werden kan ; und ist sonst dem Königl.PreußischenHause-Brandendurg überalle Massen wohl gelegen.

DerAöm'g.

Cy! davon ist die Frage nicht, ob Stettin besagtem hohen Königl. Hause wohl gele-gen? Denn wann es darauf ankommet, so ist demselben gantz Vor-Pommern sogclcM,Laß es von dessen Besitz keinen Schaden hatte. Allein wie kommet das arme Schwedendabey zurechte, wann es bald da, bald dorten, eine schöne Proviutz, oàâ oder Stadt,ejnbüssrn muß?

Der Churfürst.

Dieses ist nun auf Seiten meines Hauses die Frage nicht, wie Schweden dabeyHu rechte kommet? Mein, tapferer König! Ihr sehet nunmehr», was der harte Sinneures Enckels.c-roli Xtt. vor eine Wirckung gethan, und wie grossen Schaden bißweilenein gantzes Königreich erleiden muß, wann dessen Ober-Haupt allzuweit-aussehendemschläge heget. Nehmen dir Stettiner die Worte des Hxres ihrer Huldiqungs - Predigtnur fein wohl in Acht, fürchten folglich GOtt und ehren ihren nunmehrigenKönig, so werdensie sied, unter meinem Enckcl schon so befinden, daß sie die Schwedische tzerrschafft gar leimtevergessen können. Mehrbesagter mein Enckel, der König in Preussen, hat dem Vogel-Schiefen der Stettimschen Kauffmanschafft beygewohnet; woran er sehr wohl gethan.Denn daraus sehen und erkennen diese seine neuen Unterthanen, daß er sie auch vor Men-schen hält, indem er von der Höhe seines Thrones herunter steiget, und sie seiner Gesell-schafft würdiget- Andere grosse und regierende Printzm, welche sich nicht pigui-en Tyran-nen und das Schrecken ihrer Unterthanen zu seyn, pflegen es eben so zu machen, wie derKönig von Preussen zu Stettin gethan, und beehren ihre Unterthanen mit ihrer Gegemwart zu solchen Zeiten, wann sie ein solenner Vogel-oder Scheiben-Schiessen haben, da sie jiMgleichsam mit ihnen vermischen und Gesellschafft machen. Solches aber geschah"hauptsächlich in einer doppelten Absicht, und zwar erstlich dadurch die Liebe des VolctSstmehr und mehr zu erlangen, da man keine Verachtung gegen dasselbe blicken lasier -