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varen war, wegen der lange angehaltenen Unpäßlichkeit der versterbe-gen Königin, alles stille und traurig. Anjetzo aber ist eine junge Koni,gin verbanden, samt einer noch jüngern Crvn-Printzeßin, deren Schön,heit gleichsam einen Wett-Streit mit einander anstellen. Sie gleichenfast zweyen Sonnen, von denen das ganhe übrige Hof, Gestirn, «.alte und junge, hohe und niedere Hofleute, beyderley Geschlechts, à«eues Leben und Wesen empfangen-
Die Königin.
Ew.Majestät urtheilen recht. DerKönig von Dännemarckhey,rathete, bald nach seiner verstorbenen Gemahlm.Todt,die jetzige Königin,die man aber noch nicht Königin, sondern nur die hertzallerlicbstc Gemah-lin des Königs und Hertzogin von Schleßwig,ncnnete. Es schiene dem-nach das Glück und Vergnügen dieser Königlichen Gemahlin zwar groß,gleichwohl aber noch nicht vollkommen zu seyn, biß es den zo. diesesJahres seine Vollkommenheit erreichete., Dennan diesem Tag war eingrosseskettlnaufdmrSchlosseFriederichs-Berg.. ZuMittagenun,eheman sich an die Tafel setzete , trat der König iy das Zimmer, àlsnrteseine Gemahlin als Königin, und setzte derselben die Crone mit diesenWorten auf das Haupt : XVà Sie. hiermit zur Romain
von Dännemarck und Norwegen. Nach dieser kieclsr-nionha-den die Gräfin Holstev, wie auch die Qenerà von Ocrhcn, der Köni-gin die Crone auf dem Haupte befestiget; worauf dieselbe vondem Kö-nig zur lincken, von dem CromPrintzen aber zur rechten Hand sccom-xagniret, zur Tafel geführet worden, da mitlerweile die Anwesenden,sowohl einheimische als fremde iUlnlttre« die L/grulsr ons - (.omp^imenreabgeleget. Die Königlichen Herrschafflen speiseten bernach öffentlichan derTafel, woran l6. biß > 8.Personen vondem ersten Rang gesessen,die übrigen aber sind, an der Ober-Hofmarschalls Tafel,rrârtt worden. Wie düncket Ew.,Majestät , daß der neuen Königinvon Dännemarck damals, als sie mit der Crone aufdem Haupt an derTafel gesessen, werde zu Muthe gewesen seyn?
DieKayserm.
Ihre Freude und Vergnügen mag freylich wohl fchwehrlich mit ei-ner Feder beschrieben werden. Sie ist auch, als eine gebvhrne Gräfin,abermals ein gantz frisches Exempel von der Glückseligkeit des Frauen-zimmers,und beweiset,daß nicht nur diePrintzeßinnen allein, sondern auch
andere,