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zur Welt gebrachter, Prinh vor die Augen geleget werden kunnte. Un-sere ohne dies schon grosse Liebe verdoppelte sich deshalb gleich von Stundan, da etwas männliches vor das Ertz-Haus Oesterreich gebohren war.Gleich des andern Tages ward der neugebohrne Printzvondem Päbstli-chen dluncio getauffet, und empfieng die Namen solepkus, jacoku-,lANZriu«, àroniu;, àulìâcbjus. josepbvs aber war dessin
erster Name aus der Ursache, weil der glorwürdigste Vater, l,eopoiäu8.Zosexko, dem heiligen Pficge-Vater Christi, seine und seiner erblichenKönigreiche Erbfolg, mit öffentlicher und herrlichster Fest-Begängniß,schon drey Jahre vorhero, als einem Fürbitter bey der göttlichen Majestät,anbefohlen hatte.
Im Jahr darauf, als im i67y. am i 8. lunu kam von mir die an-dere Leibeö-Frucht meines höchst-vergnügten Ehestandes, Lleonora, eineErh-Hertzogin, zurWelt ; welche aber nach kurher und nur zwey-stündi-ger Freude, jedoch nach empfangener-Heil. Taufe, die Zahl derer Auser-wehlten vermehret hakte. Eben dieses Jahr ward die Käyserl. keüöenr.Stadt Wien, durch cine erschreckliche Pestilenh dermassen hart geplaget,daß wohl der dritte Tkeil derer Inwohner elendiglich angestecket und auf-gerieben worden. Ich hielt, durch öffentliche Bußwercke und Andachten,vor des betrübten Volcks einmalige Erledigung, sehr inständig bey demHimmel an. Nichts destowcniger nahm das Übel dermaßen überhand,daß wir uns, mein Gemahl und ich, nach besuchten Marien-Zell, genö-thigt sahen, nebst der ganhcn Hosstadt, nach Prag zu gehen. Allein diePlage kam auch hicher, wannenhero wir, theils um dieser willen, theilswegen des Aufstandes des Bömischen Bauren-Volcks, uns nach Li'nh inOber-Oesterreich erhuben, allwo ich abermals eine Erh-HertzoginzurWelt gebahrMd sir tàia, lllisabetka. l-ucia, l'llereür, joseplìâ. nannte.
Lrmo 168 l. gelangte der ganhe Käyserliche Hofzurücke nach Wien;wiewohl bald eine andere, aber weit erfreulichere Reise, als die vorige,vor sich gieng, nemlich nach Oedenburg in Ungarn, einen allgemeinenLand - Tag allda zu halten. Dieser schlug zwar sonst nicht zum Bestenaus, hat aber doch dieses besondere in sich, daß ich, durch einhelligeEinstimmung aller Land-Stände, zu einer Hungarischen Königin, fey-erlichst gekröhnet worden. Die Salbung und Crönung geschahe zu be-sagten Oedenburg in der ^»ncilcaner-Kirche, die ich hernach mit schönenpriesterlichen Kleidungen herrlich beschenckete. Da mir auch von denenHungarischen Land-Ständen, als ihrer neu-gekrähmen Königin, ein
Geschen-