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Stuhl noch länger als ich besessen; da dann seine Verwandten noth-wendig zu grosser Gewalt und Ansehen, wie auch zu unsäglichen Schätzen,Güthern und Reichthümern, gelangen müssen ; zumal weil sie der Pabstihr Vetter, mit der Päbstlichen àomât , in allen Stücken, vollkommenschalten und walten lassen.
Das Licht derWelt erblickete ich 1649. amrr.Zulüzu Vrbmo,sodie Haupt-Stadt eines Hertzogthums gleiches Namens, das erst i6z 1.-nachdem die letztem Hertzoge abgegangen, dem Päbstl. Stuhl anheimgefallen. In der Taufe empfieng ich die beyden Namen là-E hi-ân-otcu';, und habe noch einen Bruder gehabt, der Orà geheißen, in-gleichen eine Schwester.
Vier Wege hat der Adel in denen Römisch-Catholischen Landewvor sich, durch welche er recht hohe Ehren-Stuffen besteigen, auch zugrossen Schätzen und Reichthümern gelangen kan. Der erste Weg ist,wann er den Degen zu Lande führet. Der andere, wann er suchet aufder See, in Kriegs- Lxpscttàen auf Flotten berühmt zu werden. DerDritte, wann man zu denen Posten hoher Staatsärär gelanget.Der Vierte und beste Weg aber ist die Kirche, allwo man fettereu, Pi-Tdenäen, Abteyen, Bistümer und Ertz-Bistümer erschnappen,auch endlich Cardinal und gar Pabsi werden kan; welches letztemGlückes sich jedoch nur der Italiänische Adel deromaln einig und alleinerfreuen mag.
Weil nun durch den geistlichen Stand schon manche?'aus demStaube erhoben worden, und zu der äussersten Glückseligkeit gelangetist: als bestimmet? mich mein Vater zu denen 5 ruà, vermittelst deren-man hernach allezeit, wanes einem Zeit zu seyn düncket,zu Kirchen- Oi-xmtären gelangen kan. Und in der That, es blicket? ein gantz unge-mem aufgeweckter Geist, wie auch viele andere herrliche, zu denenerforderliche Gaben,aus mir hervor.
Von der Zeit an, da ich das erste Buch in die Hände bekommen-hatte, gab ich, von Tag zu Tag , mehr und mehr Merckmahle von mir,die da machten, daß es meinem Vater nicht gereuete, mich denen Swansgewidmet zu haben.
Als ich ein wenig reiffer an Verstände war, und die Kindheit zurü-cke geleget hatte, verdoppelte sich der Eyftt zum Smckren. Ja ich em-pfand einen rechten Durst und brünstiges Verlangen in mir, nach der'Gelehrsamkeit, und schöve Wisscnschafften zu erlangen, Ich liebere
K F hndev-