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»gemeinen Begriff derer Gläubigen. Und doch nimmst man dabey„nicht genugsam wahr, daß dieser Fehler sey eines von denen allermerck-„lichsten Zeichen des sehr schwachen Alters der Kirche und des Zorns„GOttes über seineKinder.
XL vi. GOtt lässet es zu, Laß alle weltliche Macht zuwider istde-«nen Predigern der Wahrheit, aufdaß ihr Sieg allein göttlicher Gnade„könne zugeschrieben werden
x^vn, Es geschiehet nur gar zu offt, daß diejenigen Glieder,„welche viel heiliger und viel genauer mit der Kirche vereiniget sind/als an-dere, dennoch also angesehen und wäret werden, ob wären sie nicht„werth, daß sie sich in der Kirche befänden, oder, als wären sie gantz von»derselben abgesondert. Doch, der Gerechte lebet seines Glaubens,„und nicht nach dem falschenWahn derer Menschen.
xc viii. Der Stand der Verfolgung, und die Bitterkeit derer„Strafen, die ein unschuldiger Christ erduldet, wann er sich vor einen„Ketzer und Lasterhafften muß ausschreyen lassen, ist gemeiniglich die letz.„te Probe, die bey GOtt gar vieles erwirket ; gestalten sie den Menschen,„mehr und mehr JEsu CHristo gleichförmig machet.
xcix. Der Eigensinn, Vorurtheil und hartnäckichtes Wesen,„daß man nichts will untersuchen lassen oder erkennen, man hübe sich be,„trooen, verwandeln alltäglich, bey ihrer vielen, in einen Geruch des„Todtes, was GOtt seiner Kirche anvertrauet, daß cs folte ein Geruch,-des Lebens zum Leben seyn. Z. E. gute Bücher, heilsamer Unterricht,„löbliche, heilige Exempel und dergleichen.
L. Es ist eine jämmerliche und klägliche Zeit, wann man sich ein-bildet, daß GOtt durch Verfolgung der Wahrheit und ihrer Schü-„ler, geehret werde. Diese Zeit aber ist nun gekommen. Es ist gott-seligen Gemüthern dies ein viel entsetzlicherer Todt, als der leibliche,„wann man von Geistlichen selbst, als ein Gottloser, und der nicht werth„einiger Gemeinschafft mit GOtt ware , als ein faules Glied, das alles„in der Gemeinde derer Heiligen anzustecken c-pà ist, angesehen undwäret wird. Vergebens schmeicheln sich die^Verfolger rechtschaffener„Männer, bey ihrem grimmigen Feuer und Schwerd , mit der hierun-ter geführte« lautem Absicht und Evftr vor die Religion, da man ent-weder durch seine unordentliche Begierden verblendet, oder durch unar-tige àâen anderer dahin gerissen, nichts untersuchen will. Man
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