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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen dem letztverstorbenen Römischen Pabst, Clemente XI. und dem welt-berühmten Pater, Quesnel : worinnen nebst sehr remarquablen Disputen und Discoursen, eine umständliche Erzehlung der Constitutions-Affaire ... enthalten ...
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»welcherley Art und Gattung sie seyn mögen, nützlich und nöthig, die»Heilige Schrifft zu studieren, und sowohl den Geist, als auch die Gott-seligkeit und Geheimnisse derselben zu erkennen.

L.XXX. Die Lesung der Heiligen Schrifft gehöret vor alle und jede.

L.XXXl. Die Dunckelheit der Heiligen Schrifft mag denen ge-«meinen Leuten keine Ursach geben, daß sie sich der Lesung derselben gäntz-«lich enthalten sotten.

l.xxxn. Der Sonntag soll von denen Christen, mit Lesung gott-«seliger Bücher, vor allem aber der Heiligen Schrifft, geheitigrt wer-den. Diese ist der Christen Milch, die GOtt der HErr,, der sein Ge-«mächtewo.hl kennet, ihnen darreichet. Es ist gar gefährlich, einen«Christen von Lesung derselben abzuhalten.

i.xxxlli. Man betrüget sich gar sehr, wann man sich einbildet,»daß die Erkännrniß derer Geheimnisse der Religion nicht auch sötte dem»weiblichen Geschlecht, vermittelst Lesung der Heiligen Schrifft mitge-theilet werden. Denn, daß ein so grosser Mißbrauch Hiliger Schrifftentstanden, und Ketzereyen aufgekommen seynd, daran ist nicht derer»Weiber Einfalt, sondern das aufblehendeWissen dererManner Schuld.

i.xxxl v. Wo man denen Christen das Heilige Neue Trament»aus denen Händen reistet, oder solches gleichsam verschlossen halt, und»die Mittel versaget, es zu verstehen, joists fürwahr nichts anders, als»ihnen Christi Mund verschließen und zuhalten.

I.XXXV. Wann man denen Christen die Lesung der Heiligen»Schrifft, besonders des Evangelii verbeut, so.ist das eben soviel, als»denen Kindern des Lichts den Gebrauch des Lichts nicht verstatten wol-len , und machen, daß sie eine Art des Bannes müssen über sich neh-»men.

L.XXXVI. Wann man dem einfältigen Volck diesen Trost rau,»bet, daß sie ihre Stimme nicht vereinigen dörffen mit der gantzen Ge-«meine, so ist das ein solcher Gebrauch, welcher der Apostolischen Lehr-«Art und Gewohnheit, so auch göttlichen Sinn ganh zuwider laufft.

i.xxxvit. Eslst sehrwohl in der Kirchen-Zucht, weißlich, ordent-lich, nachdem göttlichen Licht, und liebreich gethan, wann man denen»zur Büß bewegten Seelen Zeit und Frist giebt, in Demuth zu tragen,»und auch zu fühlen, den Stand derer Sünden, damit sie lernen recht-schaffen bitten um den Geist der wahren Herhens-Busse und Zerknir-schung,