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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen dem letztverstorbenen Römischen Pabst, Clemente XI. und dem welt-berühmten Pater, Quesnel : worinnen nebst sehr remarquablen Disputen und Discoursen, eine umständliche Erzehlung der Constitutions-Affaire ... enthalten ...
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L.IIH. Mein die Liebe ists, die mit GQtt redet/sie allein höret auch«GOtt.

i^v. GOtt kröhnet allein die Liebe. Wer da lauffet, aus Antrieb»eines andern Dinges, oder um einer andern Bewegungs-Ursache willen,

»der lauffet vergebens.

i^vk. GOtt belohnet allein die Liebe, weil allein die Liebe GOtt ^«ehret.

i. Vli. Es mangelt einem Sunder alles, wann ihm die Hoffnung«mangelt. Wo aber keine Liebe GOttes ist, da hat auch keine Hoffnung»auf GOtt Platz. ,

KVM. Da ist kein GOtt noch Gottesdienst, wo kerne Liebeist.

I.IX. Derer Gottlosen Gebet ist eine neue Sünde, und was GOtt»ihnen angedeyhen lässet, gereichet zu einem neuen Gerichte über sie.

DX. Wann allein die Furcht vor der Strafe der Busse das Leben«Siebet, so führet sie desto mehr zur Verzweiffelung, je heffriger sie ist.

H Die Furcht hält allein die Hand des Sünders zurück, das»Hertz aber bleibet so lange an der Sünde hangen, als es von der Liebe»zur Gerechtigkeit nicht geleitet und gezogen wird.

D.xii. Wer sich des Bösen allein, aus Furcht vor der Strafe ent-»hält, der begehet es doch in seinem Hertzen, und ist bereits schuldig vor»GOtt.

luXill. Ein Getauffter ist noch unter dem Gesetze, wie ein Jud,»wanner das Gesetze nicht erfüllet, oder es zwar so hin erfüllet, aber allein«aus Furcht.

iXt V. Wann man unter dem Fluch des Gesetzes stehet, kan man»nimmer was Gutes thun ; Massen man sündiget,man mag entweder das»Böse thun, oder aus bloßer Furcht lassen.

l.xv. Uo/lês und die Propheten, die Priester und die Lehrer des»Gesetzes, sind dahin gestorben, und haben GOtt keinen (geistlichen)«Sohn gezeuget, (der ihm als ein Kind gedienet hätte) sondern durch ein-gejagte Furcht (des Gesetzes) haben sie die Menschen allein zu Sclaven»und Knechten gemacher.

i^xvl. Wer sich GOtt will nahen, solle nicht mit viehischen á-,Ken zu ihm kommen , noch auch den bloßen natürlichen Trieb, oder die«Furcht, sich lassen zu ihm bringen, wie die unvernünfftigen Bestien;«sondern solle kommen, als die Kinder, im Glauben und in der Liebe.

Die knechtliche Furcht stellet sich GOtt nicht anders, als

einen