Druckschrift 
Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen dem letztverstorbenen Römischen Pabst, Clemente XI. und dem welt-berühmten Pater, Quesnel : worinnen nebst sehr remarquablen Disputen und Discoursen, eine umständliche Erzehlung der Constitutions-Affaire ... enthalten ...
Entstehung
Seite
12
Einzelbild herunterladen
 

m dr) W

»dabey in seinem Unvermögen ließ? Im Gegentheil, welch eine Glück-seligkeit ist das, indem Bundaufund angenommen zu werden, in wel-schem GOtt das uns schencket, was er von uns fordert?

vill. »Wirgehören nicht zum neuenBunde, als nur sofern wir sind»theilhafftig worden derjenigen neuen Gnade, die in uns wircket das,»was GOtt uns gebeut.

ix.Daß wir GOttes sind, das ist allein durch die Gnade Chri-sti. Dies ist die höchste Gnade, ohne welche wir niemalen könnenChristum bekennen, und mit welcher wir ihn niemalen verläugnen.

x.Diese Gnade ist eine Wirckung der allmächtigen HandGOttes, welche nichts hindern noch aufhalten mag.

xi.Die Gnade ist nichts anders, als der allmächtige Wille»GOttes, der da gebeut, und selbst thut, was er gebeut.

xii.Wann GOtt eine Seele will selig machen, so folget aufden»göttlichen Willen eine ungezweiffelte Wirckung, es seye auch, wo es»wolle

xili. »Wann GOtt eine Seele will selig machen, und er beruh-tet sie mit der innerlichen Hand seiner Gnade, so widerstehet ihm kein»menschlicher Wille.

xlv.Wie weit auch ein hartnäckichter Sünder von dem Heylsolte entfernet seyn, wann IEsus sich ihm zu sehen giebt, durch das heil-same Licht seiner Gnade, so kan es nicht anders seyn, er muß sich ergeben,»zu ihm lausten, sich demüthigen, und seinem Heyland anbeten.

xv.Wann GOtt seinen Befehl, und sein ewiges Wort vereiniget»mit der Salbung seines Geistes und innerlichen Krafft seiner Gnade, so»wircket dieselbe im Hertzen Gehorsam, den er fordert.

xvi.Keine Rritzungen sind, die nicht denen Reitzungen undLo-»ckungender Gnade weichen solten, sintemal demjenigen nichts wiedersie-ht, der alles vermag.

xvii. «Die Gnade ist diejenige Stimme des Vaters, so die Men-»schen inwendig lehret, und machet, daß sie zu JEsu Christo kommen.»Wer nicht zu ihm kommet, nachdem er die äußerliche Stimme desSoh-»nesgehöret, deristkeinesweges vom Vater gelehret.

x viii.Der Saamen des Worts, welchen die Hand GOttes be-leuchtet , bringet allezeit seine Frucht.

xix.Die Gnade GOttes ist nichts anders , als dessen allmächti-»ger Wille; das ist ihr Bild, welches uns GOtt selbst in seiner gantzen»Heil. Schrifft vergestellet hat. xx. »Der